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Döbeln Gebrochenes Trinkwasserrohr setzt Fronstraße unter Wasser
Region Döbeln Gebrochenes Trinkwasserrohr setzt Fronstraße unter Wasser
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16:44 11.09.2018
Vor der Geschäftsstelle der TAG in der Fronstraße klafft ein großes Loch im Pflaster der Fußgängerzone. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Havarie am Dienstagmorgen in der Fronstraße. Um 5 Uhr stand der Straßenzug unter Wasser. Die Döbelner Feuerwehr und Mitarbeiter der Oewa- Wasser -Abwasser GmbH rückten an.

„Ein 200-er Asbestzementrohr war geborsten. Das Rohr stammt noch aus DDR-Zeiten und hat mittlerweile gut 30 Jahre auf dem Buckel“, so Stephan Baillieu, der Geschäftsführer des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz. Während die Mitarbeiter der Oewa, das Wasser vorläufig abstellten, öffneten die Feuerwehrleute die Gullydeckel, damit das Wasser schneller ablaufen konnte. „Ich denke so konnten wir verhindern, dass Keller geflutet wurden“, sagt Einsatzleiter Udo Hundrieser von der Döbelner Feuerwehr. Mit zwei Fahrzeugen und zehn Kameraden waren die Döbelner bis gegen sieben Uhr im Einsatz. Die Monteure des Wasserversorgers schieberten unterdessen die Wasserleitungen um, so dass die Trinkwasserversorgung schon am frühen Vormittag wieder hergestellt war. „Durch die Richtungsänderungen des Wassers beim Umschiebern kann es zu kurzzeitigen Braunfärbungen kommen. Oft müssen dann auch die Hausmeister in den Wohnhäusern mal die Filter spülen. Doch es gab zum Glück keine größeren und längeren Versorgungsausfälle“, so Stephan Bailleu.

Im Laufe des Tages wurde der Rohrschaden behoben. Bis Zum Ende der Woche soll das Loch im Erdreich wieder verschlossen werden. „Ein paar Tage muss das Erdreich rund um die Schadensstelle abtrocknen, bevor hier wieder gepflastert werden kann“, so der Geschäftsführer des Wasserverbandes.

Es ist nicht der erste Wasserrohrbruch in dem Bereich. Auch an anderen Stellen liegen zum Teil noch ältere Graugussleitungen aus den 60-er Jahren unter der Straße. So hatte es etwas im vergangenen Jahr unter der Dresdner Straße einen solchen Rohrbruch gegeben, der erst aufwendig lokalisiert werden musste. „Ja man kann ein Leitungsnetz nun mal nur nach und nach und nicht auf einmal erneuern“, so der Geschäftsführer des Wasserverbandes.

Für die Döbelner Feuerwehr war die Unterstützung nach der Havarie in der Fronstraße gestern der nunmehr 273 Einsatz in diesem Jahr. Das ist in neun Monaten bereits mehr als die 63 Aktiven der Döbelner Ortswehr im gesamten vergangenen Jahr ausgerückt sind. Allein im Juni dieses Jahres kam die Wehr durch Regenunwetter auf 113 Einsätze. Beim Sturm am 18. Januar waren es an einem Tag 40.

Von Thomas Sparrer

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