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Döbeln Gefährlicher Sprengsatz verwüstet Flur von Döbelner Wohnhaus
Region Döbeln Gefährlicher Sprengsatz verwüstet Flur von Döbelner Wohnhaus
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21:14 22.01.2015

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Unbekannte hatten im Treppenhaus oder im Etagenflur im zweiten Stock des Wohn- und Geschäftshauses Schillerstraße 39 gegen 0.20 Uhr einen Sprengkörper gezündet. Ermittler der Polizei gehen davon aus, dass es sich um einen aus illegalen Feuerwerkskörpern zusammengebauten Sprengsatz handelte. Verletzt wurde bei der Detonation niemand. Das Haus ist weiterhin bewohnbar, doch im Gebäude entstand erheblicher Schaden. "Wenn von der Explosion eine unbeteiligte Person auf dem Flur überrascht worden wäre, hätte es schlimm ausgehen können", vermutet ein Anwohner. Ein Mieter des betroffenen Flures zeigt sich genervt: "Mich haben heute schon tausend Leute zu dem Vorfall befragt."

Die Druckwelle der Detonation war offenbar so groß, dass eine stabile Wohnungstür am Flurende mehrere Zentimeter weit aus den Angeln gerissen wurde. Von einem Flurfenster ging die Scheibe zu Bruch, mehrere Lampen und die Decke des Obergeschosses sind ebenso beschädigt wie der Fußboden auf der betroffenen Etage. Zur finanziellen Höhe der Schäden lagen der Polizei gestern noch keine Angaben vor.

Ein Mieter des Wohnhauses hatte nach der Detonation die Polizei verständigt. Kriminaltechniker der Polizeidirektion (PD) Chemnitz untersuchten den Tatort bis in die Morgenstunden des gestrigen Tages. Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen unterstützten sie dabei. "Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde offenbar ein Sprengsatz gezündet, der aus mehreren in Deutschland nicht zugelassenen Feuerwerkskörpern zusammengebaut wurde", erklärte der Sprecher der PD Chemnitz, Frank Fischer. Hinweise zu einem möglichen Motiv für Tat liegen noch nicht vor. Auch über die Personen, die den Sprengsatz zündeten, ist scheinbar nichts bekannt.

In dem markanten Gebäudekomplex an der Schillerstraße befinden sich außer mehreren Wohnungen ein Penny-Markt und ein China-Restaurant (Eingang Nummer 38). Das Objekt soll einer Erbengemeinschaft in den westlichen Bundesländern gehören. Vor allem der zum Eingang Nummer 39 gehörende Wohnbereich macht einen ziemlich verwahrlosten Eindruck.

Döbelner, die etwas weiter weg wohnen, zum Beispiel in der Straße des Friedens oder in der Zwingerstraße, hörten den lauten Knall ebenfalls. Wie Anwohner berichten, soll es bereits in zurückliegenden Nächten mehrere heftige Detonationen gegeben haben.

Die Polizei in Döbeln bittet um Hinweise zur Aufklärung der gestrigen Tat. Wem sind in der fraglichen Zeit im Bereich des Tatortes oder der angrenzenden Straßen Personen oder Fahrzeuge aufgefallen, die mit der Straftat zu tun haben könnten? Wer hat am Mittwoch oder in den Tagen zuvor im Bereich Schillerstraße Personen beobachtet, die den Tatort ausgespäht haben könnten?

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 03431/65 90 entgegen

Von Olaf Büchel

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