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Geflügelschau in Leisnig: Rassig und gefiedert

Gut besucht Geflügelschau in Leisnig: Rassig und gefiedert

Mit einer gut besuchten Geflügelschau starten die Leisniger Rassegeflügelzüchter und die Züchter des Landkreises Mittelsachsen sowie der Umgebung ins Jahr. Am Wochenende hatten gefiederte Stars verschiedenster Rassen und Farbschläge in der Saxonia-Turnhalle das große Gackern und Gurren. Jüngster Züchternachwuchs ist die dreijährige Helene Kamprad.

Zur ersten Ausstellung des Jahres gab es eine Reihe von Zuchterfolgen zu verzeichnen.
 

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig.  Sie haben klangvolle Namen wie Orpingtonente oder vornehme wie Kingtaube, manchmal ganz neckische wie zum Beispiel Elsterpurzler oder Stargarder Zitterhälse. Auch letztere sind eine Taubenrasse. Sie alle und noch einige mehr waren am Wochenende in der Saxonia-Turnhalle von Leisnig anzutreffen. Die Mitglieder des ortsansässigen Rassegeflügelzüchtervereins richten zu Jahresbeginn traditionell ihre Allgemeine Geflügelschau aus. Verbunden ist diese mit einer Sonderschau der Steigerkröpfer, einer besonderen Taubenrasse. „Dafür kommen Züchter aus ganz Mitteldeutschland zu uns, um hier ihre Zuchtergebnisse miteinander zu vergleichen“, erläutert Vereinsvorsitzender Hubert Vogt nicht ohne Stolz.

Fünfmal vergaben die Preisrichter in Leisnig das Prädikat Vorzüglich in verschiedenen Taubenrassen, und zwar an Lothar Remus aus Großpösna für seine Steigerkröpfer, an Ralf Schubert aus Grimma für seine Stellerkröpfer, an Reinhart Tschorn aus Leisnig für eine junge Kingtaube, an Horst Lommatzsch aus Brandis für eine Coburger Lerche sowie an Rolf Märker aus Gorschmitz für eine Thüringer Schwalbe, die allerdings ebenfalls nur Schwalbe heißt und in Wahrheit eine Taube ist. Beim Groß- und Wassergeflügel holte sich Daniel Wilhelm aus Leisnig mit seinen Warzenenten einen Vereinsmeistertitel. Bei den Hühnern punktete der Leisniger André Müller mit seinen New Hampshire, bei den Zwerghühnern Hans Oder aus Dürrweitzschen mit Zwerg-Italienern. Bei den Tauben räumte Sarah Straube mit ihren Altenburger Trommeltauben ab. Jugendmeister wurde Arne Wilhelm. So wie sein älterer Bruder stellte er den Preisrichtern Warzenenten vor.

Zur jüngsten Ausstellung hat sich Vogt nicht nur über Zuchterfolge und eine Ausstellung mit guter Besucherresonanz gefreut. Er ist nämlich auch noch zwei seiner Lockentauben los geworden – an sich nichts Besonderes, jedoch: Mit Helene Kamprad aus Köllmichen ist die Interessentin für sein rassiges Geflügel gerade mal drei Jahre alt. Ein Pärchen hat sie sich von Mama Beate Kamprad kaufen lassen. Und das ist alles andere als eine unbedachte Entscheidung, die die Eltern vielleicht schnell bereuen. Helene will wirklich mit dem Züchten beginnen, wie sie mit einem schüchternen Nicken bestätigt. Auf dem elterlichen Bauernhof ist das Mädchen von Tieren umgeben, von Tauben, Hühnern, und auch von Pferden. Ihre Mutter Beate, die zum Rassegeflügelzüchterverein Mutzschen-Wermsdorf gehört, holte mit ihren Federfüßigen Zwerghühnern auch einen Pokal. „Wir haben selber Hühner, Tauben bis hin zu Straußen auf unserem Hof“, sagt die 29-Jährige. „Ich freue mich natürlich sehr darüber, wenn sich Helene ihre Tiere selbst aussucht. Sie hat auch selber den Wunsch zu der Leisniger Ausstellung geäußert. Nun kann es mit dem Züchten losgehen.“ Hubert Vogt, der der kleinen Dame zwei seiner Lockentauben überlassen hat, schmunzelt über Helenes Selbstbewusstsein. „Sie kam zu mir und hat nach den Tauben gefragt. Und es sollten unbedingt zwei schwarze sein.“

Am Sonntagnachmittag war die Halle nicht nur voller Geflügel, sondern auch voller Menschen. Die letzten Besucher gingen noch in den Reihen zwischen den Käfigen auf und ab, da waren die ersten Züchter schon wieder da, um ihre Tiere zum Abholen vorzubereiten. Am Sonntag, 17. Januar, dreht sich in Leisnig schon wieder alles um Geflügel und auch weiteres Kleingetier: Die Rassegeflügelzüchter laden zum ersten Kleintiermarkt des Jahres in die Lagerhalle der Obstland AG am Georg Rümpler-Weg ein.

Von Steffi Robak

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