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Döbeln Gegen Gewalt: Harthas Gymnasiasten lernen voneinander
Region Döbeln Gegen Gewalt: Harthas Gymnasiasten lernen voneinander
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00:28 30.03.2018
Auch Themen wie der Missbrauch von Drogen, um psychische und körperliche Gewalterfahrungen zu verarbeiteten, kamen bei Präventionsprojekt zur Sprache. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Hartha

„Wer von euch spielt Computerspiele, in denen auch Gewalt vorkommt?“ Arme schnellen nach oben, fast jeder der Fünftklässler kennt Spiele, Titel werden genannt. „Das war sowas von klar!“, stellt Helena Mann fest.

Zehntklässler übernehmen Projektarbeit

Die 16-Jährige übernimmt an diesem Tag mit den anderen Schülern der zehnten Klasse des Martin-Luther-Gymnasiums den Ethik-Unterricht der jüngeren. Sechs Augenpaare sind auf sie, Amira Zabihi, Celina Eisner, Nadine Lorenz und Saskia Menzel gerichtet. Die Mädchen aus der 10 b reden mit den Jüngeren über Gewalt, die ihnen in Medien begegnet: ob als Cybermobbing, sexuelle Gewalt im Internet oder im Film sowie Gewaltszenen, die es in die Nachrichtenbilder schaffen.

Gewaltdarstellungen sind im Alltag präsent

Schnell wird klar, abschirmen kann sich diese jüngere Generation noch schwerer. Altersbeschränkungen greifen bei dieser, die immer vernetzt und für die Inhalte immer zugänglich sind, kaum noch. Während die Mädchen aus der Zehnten zugeben, bis zur achten Klasse oder noch immer keinen Whatsapp- oder Instagram-Account gehabt zu haben, sieht es bei ihnen anders aus.

Formen von Gewalt sind vielfältig

Die fünften Klassen durchlaufen an diesem Tag sechs verschiedene Stationen, die die Älteren für sie in drei bis vier Doppelstunden vorbereitet haben. Jeweils 25 Minuten geht es allgemein um verbale und körperliche Gewalterfahrungen oder auch die Flucht in Alkohol und andere Drogen. Filmbeispiele werden angesehen, Situation durchgesprochen, Ratschläge gegeben und am Ende Regeln, die die Kinder mit in ihre Klassenräume nehmen können, aufgestellt.

Kinder frühzeitlich zu Gewalt aufklären

„Die Idee entstand bereits vor Jahren, um das Thema kindgerecht aufzuarbeiteten. Es stärkt auch den Zusammenhalt“, beschreibt Ethiklehrerin Christine Riedel. An diesem Tag sieht sie mit ihren Kollegen Maritta Dehne und Henry Herold ihren Zehnten lediglich bei der Projektarbeit zur Gewaltprävention über die Schulter. „Sie haben mich alle sehr überrascht“, sagt sie. Herold bestätigt das: „Sie machen das sehr gut. Manche gehen richtig aus sich heraus“, berichtet er. „Wir wollen die Kinder möglichst zeitig auf das Thema aufmerksam machen, bevor es zu spät ist.“

Von Manuel Niemann

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