Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Gegen den Blutkrebs: Roßwein zieht an einem Strang
Region Döbeln Gegen den Blutkrebs: Roßwein zieht an einem Strang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:30 17.08.2017
An einem Strang gegen den Blutkrebs: Rico Söhnel (r.) unterstützt die Typisierungsaktion mit 5000 Euro. Sein Mitarbeiter Sven Lauer(l.) gehört wie Paul-Christian List zum Helferkreis. Quelle: Foto: M. Engelmann
Anzeige
Rosswein

Mit der Diagnose Blutkrebs befindet sich die 28-jährige Roßweinerin Sindy Krahl seit acht Wochen in stationärer Behandlung in einer Chemnitzer Klinik. In der Hoffnung, ihren genetischen Zwilling zu finden, der ihr mit einer Stammzellenspende das Leben retten könnte, laufen in der Heimat die Vorbereitungen für eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) auf Hochtouren. Am 26. August, von 14 bis 19 Uhr kann sich jeder, der helfen möchte, in den Räumlichkeiten der Gaststätte Hempel in Roßwein, Goldbornstraße 1, registrieren lassen. Organisiert wird die Aktion von Freunden und Verwandten der 28-Jährigen.

Selbst registriert ist Rico Söhnel schon seit der jüngsten Typisierungsaktion in Ostrau vor etwa einem Jahr. Als der Chef der gleichnamigen Firma Roßweiner Elektroanlagen jetzt durch seinen Bauleiter Sven Lauer, der Sindy seit ihrem elften Lebensjahr kennt und zu ihrer Familie gehört, mit dem aktuellen Fall konfrontiert wird, muss er nicht lange überlegen. 5000 Euro spendet der Unternehmer für die anstehende Registrierungsaktion, die im besten Fall nicht nur der Roßweinerin helfen kann, sondern Leukämie-Patienten weltweit. „Solche Aktionen sind gut und nötig, weil sie das Bewusstsein für das Thema schärfen. Ohne konkreten Anlass gibt gleich gar niemand Geld“, sagt Söhnel. Apropos Geld: Wer sich bei der DKMS registrieren lassen will, muss natürlich nichts bezahlen. Aber: jede Registrierung kostet die gemeinnützig arbeitende DKMS 40 Euro. Und dieses Geld muss irgendwoher kommen. Deshalb sind Spenden nötig und sowohl am Aktionstag vor Ort als auch nach dem 26. August noch möglich.

Insgesamt 5600 Euro hat der Helferkreis für die Typisierung bis zum heutigen Tag bereits gespendet bekommen – damit sind 150 Registrierungen abgedeckt. „Wir sammeln natürlich weiter“, sagt Sven Lauer. Und zwar nicht nur Geld, sondern auch Hilfe jedweder Art. „Es ist schön zu sehen, wie die Kleinstadt an einem Strang zieht, wenn es sein muss“, sagt Paul-Christian List, einer aus dem Kreis der Organisatoren. Die Kräfte werden gebündelt. „Egal, wo wir hinkommen – jeder versucht, uns zu unterstützen“, ist Katrin Winkler, die auch zum Helferkreis gehört, froh: Ob mit der Zusage, sich registrieren zu lassen, mit Sachspenden für den Aktionstag, kostenfreiem Flyerdruck oder Menpower. Auch Roßweins Bäcker sind mit im Boot und wollen Backwaren für den Aktionstag zur Verfügung stellen.

Wichtig ist, dass möglichst viele potenzielle Spender am 26. August in die Gaststätte Hempel kommen. Tatsächlich seien die Chancen, einen Spender für Sindy zu finden, in der Region am höchsten. Die Registrierung erfolgt mittels Blutabnahme und dauert nur wenige Minuten.

DKMS-Spendenkonto: IBAN DE90 8505 0300 3100 3319 81, Verwendungszweck: Sindy

Von Manuela Engelmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Döbeln Nominiert für den Goldenen Stiefel - Steffen Behlau aus Waldheim: Nein-Sagen kennt er nicht

Der Waldheimer Steffen Behlau ist einer der Kandidaten, die für den Heimatpreis Goldener Stiefel nominiert sind. Die Gute Seele des Familien- und Kulturvereins am Kreuzfelsen hat ein Wort aus seinem Sprachschatz gestrichen: Nein.

20.08.2017
Döbeln Abgesackte Straße in Hartha - Klaffendes Loch in der Pestalozzistraße

Bereits vor zwei Jahren verletzte sich eine 17-Jährige, als in der Pestalozzistraße plötzlich die Straße absackte. Anfang der Woche klaffte erneut ein Loch in der Straße – in Höhe des ehemaligen Postgebäudes. Stadtverwaltung, Wasserwirtschaft und Abwasserzweckverband rückten an, um die Ursache herauszufinden.

20.08.2017

Barbara Klepsch wollte nur schnell telefonieren – da landete sie beim Notarzt. „Da ist man gleich in guten Händen“, dachte sich die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz. Sogleich griff sich die CDU-Frau einen Spaten: Ab nächste Woche wird für die Helios-Klinik Leisnig eine neue Notaufnahme gebaut.

19.08.2017
Anzeige