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Döbeln Geldsegen für Schulbauten im Altkreis Döbeln
Region Döbeln Geldsegen für Schulbauten im Altkreis Döbeln
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17:20 11.10.2018
Dank des Schulinvestplanes wird auch der Sportplatz in Döbeln-Nord endlich saniert. Die Pläne waren in den letzten Jahren immer wieder verschoben worden. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt und Kultusminister Christian Piwarz haben am Mittwoch in Dresden die Investitionspläne für das Budget „Schulhausbau“ im Programm „Brücken in die Zukunft“ an die Landräte und Oberbürgermeister der Kreisfreien Städte übergeben.

Mittelsachsens Landrat Matthias Damm nahm für seinen Landkreis runde 14 Millionen Euro entgegen. Die Kreisverwaltung hatte die Investitionswünsche der Kommunen im September gesammelt, geprüft und an das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft weitergeleitet.

178 Millionen Euro für Sachsens Schulen

„Wir unterstützen die Kommunen weiter dabei, die Schulen fit zu machen, damit wir beste Lehr- und Lernbedingungen schaffen“, sagte Kultusminister Christian Piwarz. Der Bund hatte im Jahr 2017 ein insgesamt 3,5 Milliarden Euro schweres Programm zur bundesweiten Schulhausbausanierung aufgelegt. Auf Sachsen entfallen daraus rund 178 Millionen Euro. Der Sächsische Landtag hat diese Mittel noch einmal um zehn Prozent aufgestockt und den Landkreisen und Kreisfreien Städten als Budgets zur Verfügung gestellt.

Die jetzt bestätigten Schulinvestitionspläne enthalten insgesamt 447 Maßnahmen mit einem Gesamtfördervolumen von mehr als 175 Millionen Euro. Die verbleibenden zehn Prozent des Programmvolumens, also noch einmal rund 20 Millionen Euro, stehen für auftretende Mehrkosten zur Verfügung. Damit wird Vorsorge für die hohe Preisdynamik getroffen, die derzeit auf dem Markt für Baudienstleistungen zu beobachten ist. Als nächsten Schritt sind die Einzelmaßnahmen bis zum 31. Dezember 2018 bei der Sächsischen Aufbaubank zu beantragen.

Stadt Döbeln will 1,16 Millionen Euro in Schulen stecken

Etwa 1,16 Millionen Euro will die Stadt Döbeln in den kommenden Jahren mit Hilfe des Förderprogrammes in ihre Schulinfrastruktur investieren. Rund 870 000 Euro oder drei Viertel der Gesamtinvestitionen sind Fördergeld. Die Verwaltung hatte bis zum Stichtag am 17. August beim Landratsamt eine Maßnahmenliste eingereicht. Der Stadtrat bestätigte diese eine Woche später auf einer Sondersitzung.

Um das Fördergeld nutzen zu können, muss die Stadt 25 Prozent Eigenmittel bereitstellen. So bekommt die Kunzemann-Grundschule für insgesamt 175 000 Euro einen neuen und größeren Pausenhof. Für 135 000 Euro werden an der Grundschule in Mochau der Brandschutz und der Schulhof erneuert. An der Schlossbergschule bekommt die Turnhalle für 45 000 Euro neue Sanitärräume.

Am Schulzentrum „Am Holländer“ wird für 50 000 Euro der Sonnenschutz verbessert und der Sportplatz Döbeln-Nord für 180 000 Eurosaniert. Für eine Teilsanierung der Grundschule Döbeln-Ost mit Fenstern, Dach, Fassade und Außenanlagen kalkuliert die Stadt mehr als eine halbe Million Euro ein.

2019 können voraussichtlich die ersten Maßnahmen starten.

Das planen die Städte

Roßwein: Grundschule Am Weinberg 283 000 Euro für Heizung und Regenentwässerung

Waldheim: Grundschule Waldheim, Sanierung 2. Bauabschnitt Südflügel, 290 000 Euro

Hartha: Grundschule Gersdorf, Fassadendämmung, neue Fenster, 147 000 Euro

Leisnig: Peter-Apian-Oberschule und Sigismund-Reschke Grundschule, Sanierung der Turnhalle für 219 000 Euro.

Döbeln: Schulzentrum Am Holländer, Sanierung Sportplatz 135 000 Euro, Verbesserung Sonnenschutz 37 500 Euro, Grundschule Mochau: Brandschutz/Schulhof 100 000 Euro, Schlossbergschule Sanitäranlagen Mehrzweckhalle 34 000 Euro, Grundschule Döbeln-Ost Teilsanierung 430 000 Euro, Schulhof Kunzemannschule 131 000 Euro.

(jeweils Fördergeld ohne Eigenanteil der Kommune)

Von Thomas Sparrer

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