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Döbeln Gemeinde Ostrau wächst wieder
Region Döbeln Gemeinde Ostrau wächst wieder
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17:38 16.02.2018
Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) hat gut lachen: Seiner Kommune geht es gut wie lange nicht. Quelle: Sven Bartsch
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Ostrau

Der Rahmen der letzten Ostrauer Gemeinderatssitzung passte: Weihnachtsbaum, gutes Essen, entspannte Atmosphäre im sanierten Gasthof Wilder Mann. Zur guten Stimmung trug der abschließende Bericht von Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) bei, der darlegte, dass es der Kommune so gut geht wie lange nicht. Einerseits wurde einiges geschafft im beinahe abgelaufenen Jahr. „Beim Zusammenstellen des Jahresrückblicks dachte ich erst, da kommt kaum etwas zusammen, aber wir haben doch einiges erreicht“, sagte Schilling den Räten und zeigte Bilder von sanierten Straßen und Gräben, dem Abriss der ehemaligen Kinderkrippe an der Oschatzer Straße, wo schon fleißig an einer neuen Zufahrt zur aktuellen Kita und dem Verkehrsgarten gebaut wird oder vom Sportplatz in Schrebitz, der mit Hilfe der Förderung durch das Investkraftstärkungsgesetz erneuert wurde. Da passte auch die Eröffnung des Penny-Marktes ins Bild, auch wenn die Gemeinde hier keinen direkten Anteil hatte.

Ziemlich rosig für eine Kommune wie Ostrau zeigen sich die Zahlen: 1,16 Millionen Euro hat man 2017 allein an Gewerbesteuer eingenommen. Und Kämmerin Ulrike Brückner ist optimistisch, dass diese Summe auch im nächsten Jahr wieder erreicht wird. Auch bei der Einkommens- (knapp 903 000 Euro, + 3,27 Prozent) und Umsatzsteuer (292 000 Euro, + 24,73 Prozent) ist der Gemeindeanteil spürbar gestiegen.

Einziger Wermutstropfen: Auch die Kreisumlage lag um fast sieben Prozent höher und steht bei 958 000 Euro. Positiv in dieser Richtung: Sie dürfte im nächsten Abrechnungsjahr stabil bleiben. Zugleich ist mit dem guten Steuerergebnis die Schlüsselzuweisung des Freistaates gesunken. Nur noch knapp 20 000 Euro erhielt die Kommune für Investitionen und damit nicht einmal mehr halb so viel wie im Jahr davor. Bei der Allgemeinen Schlüsselzuweisung ist es noch drastischer: Hier fiel die Auszahlung auf knapp 134 000 Euro und damit fast 60 Prozent weniger. Allerdings hatte Schilling auch hier positive Nachrichten: Im nächsten Geschäftsjahr dürften beide Zahlungen wieder deutlich ansteigen. „Das gesamte Finanzaufkommen in Sachsen ist höher, dadurch steigen auch die Auszahlungen wieder“, erklärte Schilling der DAZ.

Auf dem Rücklagenkonto der Gemeinde macht sich all das positiv bemerkbar. 1,36 Millionen Euro hat Ostrau auf der hohen Kante. Da fallen Entscheidungen über Eigenanteile wie den für die Erweiterung der Kita Kiebitz im nächsten Jahr (69 000 Euro, die DAZ berichtete) leichter. Und die Rücklage dürfte bei anhaltender Konjunktur weiter wachsen, zumal man kaum etwas ohne Förderung baut, saniert oder plant.

Zu den positiven Zahlen in den Finanzen gesellen sich gute Nachrichten aus der Bevölkerungsentwicklung: Die Gemeinde wächst wieder. 3609 Einwohner zählte das Einwohnermeldeamt Ende 2016 und damit 20 mehr als 2015. „Bisher hatten wir immer einen Schwund, auch mal bis zu 100 Einwohner pro Jahr“, erklärte Schilling. Das Wachstum sei einerseits auf eine gestiegene Geburtenrate, hauptsächlich aber durch Zuzüge zu erklären. Hier spielen auch die Zuwanderer eine Rolle. „Die Sterberate liegt immer noch um ein bis zwei Personen höher als die Geburten“, sagte Schilling.

Von Sebastian Fink

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