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Döbeln Gemeinde lässt Ex-Feuerwehrgerätehaus Delmschütz abreißen
Region Döbeln Gemeinde lässt Ex-Feuerwehrgerätehaus Delmschütz abreißen
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23:00 18.12.2017
Wird nicht verkauft: Das Feuerwehrgerätehaus in Delmschütz fällt 2018 dem Bagger zum Opfer. Quelle: Sven Bartsch
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Ostrau

Ein baufälliges Gebäude verkaufen oder für ein Vielfaches des Preises abreißen lassen? Noch vor wenigen Jahren hätte sich diese Frage in der Gemeinde Ostrau gar nicht gestellt. Doch angesichts der Baulust gerade junger Familien entschied sich der Gemeinderat in der Frage des Verkaufs des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses in Delmschütz anders.

Hintergrund: Schon vor drei Jahren hatte es einen Käufer für das baufällige Haus samt Grundstück gegeben. Damals hatte das Gremium dem Verkauf zugestimmt. Doch vollzogen wurde er nie, weshalb der Gemeinderat kürzlich den Verkaufsbeschluss wieder aufhob (die DAZ berichtete).

Nun meldete sich mit Alexander Schmidt aus Delmschütz erneut ein Interessent für das kleine Gerätehaus. Er bot 1500 Euro. Schon angesichts des Preises hoben einige Gemeinderäte die Augenbrauen. Zwar ist das Haus ohne Elektroanschluss und ohne eine grundlegende Sanierung nicht nutzbar. Allerdings steht es auch auf einem 608 Quadratmeter großen Grundstück direkt vor einem weiteren Stück Land, das der Gemeinde ebenfalls gehört. Daher müssen auch 160 Quadratmeter als Zufahrt freigehalten werden

Die Alternative zum Verkauf war der Abriss des Gebäudes, der die Gemeinde rund 4200 Euro kosten würde. „Ich bin mir unschlüssig: 1500 Euro bekommen oder 4200 Euro ausgeben. Ich kann auch nicht einschätzen, inwieweit eine Sanierung dem Käufer möglich ist“, erklärte Bürgermeister Dirk Schilling.

Ratsmitglied Heike Grundmann brachte schließlich die Idee hervor, die das Gremium überzeugte. „Wollen wir nicht das Haus abreißen und das Grundstück selbst als Bauland veräußern?“, fragte sie in die Runde – und traf auf Zustimmung. Wie Schilling erklärte, könne auch das dahinterliegende Grundstück als Bauland angeboten werden. Je nach Nachfrage, könnten beide auch zusammengeschlossen werden.

Einstimmig fiel letztlich die Entscheidung gegen den Verkauf und für einen Abriss, der 2018 getätigt werden soll. Auch aus finanzieller Sicht keine schlechte Entscheidung. Denn als Bauland dürfte die Kommune wesentlich höhere Erträge für das Grundstück erzielen als die anfallenden Baukosten. Zumal Baugrundstücke im kommunalen Eigentum immer rarer werden.

Von Sebastian Fink

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