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Döbeln Gemeinden sollen Schrebitzer Bahndamm pflegen
Region Döbeln Gemeinden sollen Schrebitzer Bahndamm pflegen
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00:20 29.09.2017
Wanderer und Radfahrer nutzen den alten Bahndamm zwischen Schrebitz und Graumnitz. Quelle: Sven Bartsch
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Schrebitz

Wo vor rund 50 Jahren die letzten Schmalspurbahnen zwischen Mügeln und Döbeln rollten, wandern und radeln heute gern die Schrebitzer nach Graumnitz und zurück. Der alte Bahndamm, den die damals noch selbstständige Gemeinde Schrebitz 1999 zum Teil eines 3,5 Kilometer langen Rundweges machte, wird allerdings seit Jahren nicht mehr durch die öffentliche Hand gepflegt. „Sowohl Ostrau als auch Großweitzschen sind betroffen. Ein Großteil des Weges liegt auch auf deren Flur. Seit vielen Jahren droht der Weg zu verwachsen, Bänke verfallen, Wege wachsen zu“, schildert der Schrebitzer Ortsvorsteher Dirk Petermann die Lage. Die kleine Asphaltstraße, die von Graumnitz zurück nach Schrebitz führt, hole sich die Natur Stück für Stück zurück Hohes Gras wachse durch Ritzen in der Straßendecke.

Zumindest rund um eine extra angelegte Sitzgruppe zu Beginn des Wegs in Schrebitz sieht es gepflegt aus. Auch einen Teil des Bahndamms selbst pflegen Anwohner mit der Grasmahd selbst. „Aber das kann kein Dauerzustand sein“, moniert Petermann. Daher hat der Ortschaftsrat den Beschluss gefasst, sich der Sache anzunehmen. In der letzten Ostrauer Gemeinderatssitzung hat Petermann das Thema angesprochen. „Wir wollen den Weg nicht weiter verwildern lassen. Mit ein klein bisschen Willen und Spucke ist das realisierbar“, so sein Wunsch.

Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) steht dem Ansinnen positiv gegenüber. „Wir sind nicht abgeneigt, den Weg zu pflegen. Man müsste sich mit Großweitzschen auseinandersetzen, um ihn auch mit dem Fahrrad ordentlich befahrbar zu machen“, sagte er auf DAZ-Nachfrage.

Das ist laut Dirk Petermann derzeit nur mit Mühe möglich – und wenn das Gras frisch gemäht ist. Der Charakter des Rundweges soll aber nicht grundlegend verändert werden. Schrebitz hatte damals am Wegesrand Bäume pflanzen lassen, die heute beinahe Allee-Gefühl aufkommen lassen. Bänke laden zum Verweilen ein. Der Start des Weges liegt in Schrebitz an der Kreuzung zur Däbritzer Straße vor der Praxis von Allgemeinärztin Dr. Petra Schneider und führt dann auf dem ehemaligen Bahndamm bis nach Graumnitz. Dort biegt er rechts durch den Ort auf der Ortsstraße ab und führt über den Graumnitzer Weg nach Schrebitz zurück. Die nachrangige Verbindungsstraße ist asphaltiert, aber teils stark zugewachsen.

Von Sebastian Fink

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