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Gemüse direkt vom Altenhofer Bio-Feld in die Abo-Kiste

Leisnigerin lebt ökologischen Traum Gemüse direkt vom Altenhofer Bio-Feld in die Abo-Kiste

Seit drei Jahren ist Eva Rockmann aus Leisnig als Bio-Gärtnerin selbstständig. In Altenhof bewirtschaftet die 29-Jährige knapp zwei Hektar Acker- und Grünland ökologisch, baut vor allem Gemüse an. Vor allem alte, unbekannte Sorten haben es ihr angetan. Eine Bio-Abo-Kiste soll einmal der Hauptzweig ihres kleinen Geschäftes werden.

Eva Rockmann lebt in Altenhof ihren ökologischen Traum.

Quelle: Foto: M. Engelmann

Altenhof.

„Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagt Eva Rockmann, der das Gärtner-Gen in die Wiege gelegt wurde. Schon ihre Urgroßeltern hatten in Fischendorf eine Gärtnerei, dort, wo heute immer sonnabends der Ab-Hof-Verkauf ihres Gemüses ist. „Bio ist schon teuer – das muss man wollen“, sagt Christoph Laier, der Jurist ist und gerade in Elternzeit mit dem gemeinsamen Söhnchen Fridolin. Doch der Bedarf steigt. Momentan läuft die Vermarktung des familiären Zwei-Leute-Betriebes allerdings ausschließlich über Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Abo-Kisten sollen einmal das Hauptgeschäft der Bio-Gärtnerei werden, in der Eva Rockmann vor allem auch alte Sorten anzieht und gern weniger bekanntes Gemüse anbaut. Haferwurzel beispielsweise, die aussieht wie Pastinaken und als „vegetarische Auster“ bezeichnet wird. „Das ist eine enge Verwandte der Schwarzwurzel“, erklärt sie, und: „Bis zum Tag der offenen Tür am 18. September will ich versuchen noch kleine Infoschilder zu machen.“ Von 14 bis 18 Uhr können Neugierige dann gern vorbeischauen.

Naturschutz und Landschaftsgestaltung hat die Leisnigerin studiert. Doch das allein reichte ihr nicht. Gärtnern wollte sie, ökologisch und vielfältig. Als eine Freundin in Altenhof einen Hof kauft und sich wünscht, dass das dazugehörige Land genau so bewirtschaftet wird, schlagen Eva Rockmann und ihr Freund zu. Noch befindet sich ihr kleiner Betrieb in der Investitionsphase. Gerade haben sie einen Traktor angeschafft – zum Mulchen und Häufeln, und zur allgemeinen Arbeitserleichterung. Einer der beiden großen Folientunnel, die auf dem knapp zwei Hektar großen Gelände stehen, ist diese Saison erst aufgebaut worden. 25 verschiedene Tomatensorten finden sich darin, Auberginen, Melonen und die gerade geernteten Zwiebeln, die zum Trocknen ausgebreitet sind.

„Es ist alles noch einfach hier bei uns“, schmunzelt Eva Rockmann, als sie das frisch vom Feld geholte Gemüse einzeln von Hand abbraust. Und: „Natürlich gibt es Phasen, in denen man zweifelt.“ Doch etwas anderes könnte sie sich für sich auch nicht vorstellen. Etwa alle zwei Wochen kommen Jungpflanzen, es wird gepflanzt, gehackt, bewässert. Unkraut beseitigt, Schädlinge ferngehalten. Kulturschutznetze helfen dabei. Gedüngt wird vor allem mit Pferdemist und mehrjähriger Gründüngung. Mehrmals im Jahr kommt die Kontrolle, dass auch alles „Bio“ ist.

Donnerstags ist Erntetag für die Bio-Kiste. Montags wird das Gemüse für verschiedene Bioläden geerntet. Und freitags für den eigenen Ab-Hof-Verkauf. Der Porree in Eva Rockmanns Kiste sieht aus wie gemalt, die gelbe Zucchini auch. Ein Computerprogramm mit angeschlossener Waage sucht man im Schatten des großen Bauwagens, wo die Kisten gepackt werden, vergebens. Eva Rockmann macht alles von Hand. „Bei unseren Mengen lohnt sich die Investition noch nicht.“

Ein kleines Betriebsgebäude schwebt den beiden vor, in dem das geerntete Gemüse gut sortiert gelagert und für den Verkauf in den Kisten vorbereitet werden kann. „Das vereinfacht dann auch bestimmte Arbeitsabläufe.“

Von Manuela Engelmann

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