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Generationswechsel in der Werksleitung

Pierburg Hartha Generationswechsel in der Werksleitung

Im Harthaer Pierburg-Werk gibt es personelle Veränderungen. Werksleiter Peter Geißler ist in den Ruhestand gegangen und hat den Staffelstab an den 36-jährigen Mario Schäfer übergeben.


Hartha. Als Peter Geißler vor 41 Jahren im heutigen Pierburg-Werk in Hartha angefangen hat, hieß dieses noch Elmo und Mario Schäfer war noch nicht einmal geboren. Mario Schäfer ist 36 Jahre jung, kommt aus Nettetal und ist seit Juli Peter Geißlers Nachfolger als Werksleiter am Harthaer Pierburg-Standort. Peter Geißler ist in den Ruhestand getreten.

Und den, sagt er schmunzelnd, hat er ruhig angehen lassen. Das frühe Aufstehen behält er bei – 6.30 Uhr geht es raus aus den Federn, eine halbe Stunde später zum Bäcker. Die Zeit, die er jetzt hat, nutzt der langjährige Werksleiter für die Dinge, die während seines Arbeitslebens oft zu kurz gekommen sind – Fahrradfahren im Gelände zum Beispiel. „Das mache ich liebend gern.“ Die Enkel bekommen jetzt auch mehr Zeit mit dem Opa und das alte Motorrad, eine MZ TS150, wartet nur darauf, komplett auseinandergenommen und wieder neu zusammengebaut zu werden.

Vor 41 Jahren, genau am 26. April 1976, startete Peter Geißler seine Karriere im VEB Elektromotorenwerk Hartha (Elmo). Bei der Armee hatte er Elektrotechnik studiert, bei Elmo fing er wieder ganz unten an – als Bohrer im Schichtbetrieb im Leistungslohn. Dass er sich damit nicht zufrieden geben konnte, war von vornherein klar. Peter Geißler arbeitete sich Schritt für Schritt nach oben, absolvierte eine Facharbeiterausbildung und später ein Studium zum Maschinenbauingenieur. 1983 ist er aus der Bohrerei längst herausgewachsen und übernimmt die Abteilungsleitung Mechanische Mikromotoren am Entwicklungsstandort Hartha. Vier Jahre später baut er die Mechanische Fertigung auf und leitet sie. Nachdem das Werk 1991 still gelegt wird, bekommt Geißler einen Beratervertrag mit Pierburg. Der Neusser Automobilzulieferer erwirbt einen Teil des Harthaer Werkes und steigt in die Eigenfertigung von Elektromotoren ein. Peter Geißler wird eingestellt als Fertigungsingenieur und Verantwortlicher für die Logistik. Im August 2008 wird er Leiter des gesamten Werkes in Hartha.

Auch Geißlers Nachfolger Mario Schäfer ist ein „Kind des Hauses“, wenn auch aus dem westlichen Teil des Landes. Mit seiner Frau, die aus Sachsen stammt, und den vier Kindern – ein Mädchen und drei Jungen im Alter von fünf bis 14 Jahren – ist der Familienvater von Nettetal gern in die Region gezogen. Der gelernte KfZ-Mechaniker, der nach dem Fachabi mit Schwerpunkt Metalltechnik Maschinenbau in Krehfeld studiert hat, kam als Werkstudent und Diplomand zur Pierburg GmbH Nettetal/Neuss. Vom Projektmanager arbeitete er sich zum Gruppenleiter und Abteilungsleiter Montage im Werk Niederrhein hoch und führte erstmals 110 Mitarbeiter. Die letzten beiden Jahre ist Mario Schäfer zudem stellvertretender Werksleiter für 750 Mitarbeiter.

In seinem neuen Wirkungsbereich habe er sich genauso bereits sehr gut eingelebt wie im privaten Umfeld, das die Familie im Raum Chemnitz gefunden hat. Das Harthaer Werk bündelt aus Schäfers Sicht eine unheimlich hohe Fachkompetenz, die er in dieser Ausprägung noch an keinem anderen Standort habe kennenlernen dürfen. Dass in Hartha keine ungelernten Kräfte arbeiten – ein Punkt, auf den er genauso großen Wert wie sein Vorgänger legen werde, schaffe eine gute Basis, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben. Wichtig sei außerdem, den Automatisierungsgrad im Werk weiter voranzutreiben und mit neuen Produkten ausgleichend auf den langfristig gesehen bevorstehenden Rückgang der „Brot- und Butter“-Produkte des Hauses zu wirken.

Von Manuela Engelmann

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