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Gerhard Dörner malt ein Bild für Fröndenberg

Städtepartnerschaft Gerhard Dörner malt ein Bild für Fröndenberg

Auf ein Vierteljahrhundert Freundschaft können Hartha und das nordrhein-westfälische Fröndenberg in diesem Jahr zurückblicken. Zum Jubiläum fährt eine Delegation der Froschstädter an die Ruhr. Mit im Gepäck: ein Gastgeschenk aus dem Pinsel des Harthaer Künstlers Gerhard Dörner.

Zum 25-jährigen Jubiläum der Städtefreundschaft zwischen Hartha und Fröndenberg hat Gerhard Dörner ein Bild gemalt, das beide Städte verbindet.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Ein Vierteljahrhundert freundschaftliche Beziehungen – darauf blicken Hartha und das nordrhein-westfälische Fröndenberg in diesem Jahr zurück. Zur silbernen Städtefreundschaft fahren die Froschstädter wieder an die Ruhr. Der Trip ist vom 6. bis zum 8. Mai angesetzt. Mit im Reisegepäck befinden sich dann nicht nur Vertreter der Stadt und ihren Vereinen, sondern auch ein echter Gerhard Dörner in Acryl auf Leinwand – ein extra von dem Harthaer Künstler angefertigtes Gastgeschenk. „Da ich schon einige Auftragsarbeiten für Hartha gemacht habe, ist der Bürgermeister auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich zum Jubiläum ein Präsent in Bildform malen könnte“, erklärt Dörner. Seinen Entwurf legte er dem Stadtrat vor, der das Konzept einstimmig absegnete. „Die Aufgabe ist es, beide Städte im Bild miteinander zu verknüpfen“, hält der Künstler fest. Herausgekommen ist dabei ein Querformat, auf dem die tatsächliche Ruhrbrücke die sprichwörtliche Brücke zwischen beiden Städten schlägt.

Auf der linken Bildhälfte sticht Hartha mit Abbildungen der Kirche, Pestalozzi-Schule und dem Rathaus hervor. Farblich orientiert sich Dörner dabei an den jeweiligen Stadtwappen – Gelb und Blau auf Seiten der Froschstadt und Rot auf der Fröndenberger Bildhälfte. Dort ist die Marienkirche, Stiftskirche, der Stiftskeller sowie der enorme Fröndenberger Trichter – ein industrielles Überbleibsel – abgebildet, während im Hintergrund das Schachbrettmuster vom Wappen der Stadt an der Ruhr zu erkennen ist. „Die Komplementärfarben werten sich gegenseitig auf und gehen eine Verbindung ein – das bildet eine Metapher für die Partnerschaft zwischen Fröndenberg und Hartha“, beschreibt der freischaffende Künstler. Bürgermeister Ronald Kunze wünschte sich im Vorfeld kein zu verspieltes, sondern eher plakatives Motiv. „Damit es die Fröndenberger zum Beispiel auch gut in ihrem Rathaus aufhängen können“, fügt Dörner an.

Das künstlerische Gastgeschenk soll schließlich zum Jubiläumsbesuch an der Ruhr übergeben werden. „Mit dabei ist unter anderem der ehemalige Bürgermeister Gerald Herbst sowie ausgewählte Vereinsvertreter. Die Ortschaftsräte sind ebenfalls eingeladen“, beschreibt der amtierende Bürgermeister Ronald Kunze die Gästeliste. Harthas Feuerwehroberhaupt René Greif, Bibliotheksleiterin Andrea Zenker und Kultur- und Sportbetriebschef Günter Roßberg werden ebenfalls mit von der Partie sein. „Freitags kommen wir an, Sonntags gibt es immer einen Ausflug in die Region und natürlich finden dazwischen auch viele Gespräche statt“, weiß Kunze. Was nach der Wende zuerst auf der Eben der Verwaltungshilfe begann, haben sich im Laufe der Jahre zu einer echten Freundschaft entwickelt, die mittlerweile aus dem Formalen auch ins Persönliche gewandert ist. „Die Freundschaft wird gelebt“, hält der Bürgermeister fest.

„Fröndenberg ist Anfang der 90er Jahre durch Zufall auf Hartha gestoßen. Die Ortsverbände der CDU und SPD hatten wohl zu ihren Harthaer Parteikollegen Kontakt aufgenommen. Aus dieser parteipolitischen Beziehung ist dann die Städtepartnerschaft gewachsen. Dabei waren auch die Altbürgermeister tragende Kräfte“, rekapituliert Harthas Altbürgermeister Gerald Herbst. In der Zeit nach der Wende standen die Kommunalverwaltungen in den sogenannten neuen Bundesländern vor komplett neuen Herausforderungen – sowohl auf rechtlicher als auch technischer und kultureller Ebene.

Von André Pitz

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