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Döbeln Gericht urteilt Steinewerfer ab: Geldstrafe für Kroaten aus Waldheim
Region Döbeln Gericht urteilt Steinewerfer ab: Geldstrafe für Kroaten aus Waldheim
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14:08 13.04.2018
Das Amtsgericht Döbeln verhandelte am Donnerstag erneut wegen der Himmelfahrts-Schlägerei in Frankenberg. Quelle: dpa
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Waldheim/Frankenberg/Döbeln

Am Ende der Verhandlung schlugen die Wogen noch mal hoch im Saal 203 des Amtsgerichtes Döbeln. Die Eltern eines 32-Jährigen Kroaten beschuldigten einen Chemnitzer aus der Fanszene des Chemnitzer Fußballclubs (CFC), ihnen gedroht zu haben. Da war der Mann aber schon gegangen.

Wurfgeschoss verfehlt Ziel

Er hatte zuvor als Geschädigter ausgesagt. Der nun in Waldheim lebende Kroate war der gefährlichen- und versuchten gefährlichen Körperverletzung angeklagt. Er soll den CFC-Fan damals an Christi Himmelfahrt mit einem Axtstil verprügelt und einem jungen Mann in Frankenberg einen Stein hinterher geworfen haben. Zum Glück verfehlte das Wurtgeschoss sein Ziel. Jener Nachbar war damals mit seinen Chemnitzer Freunden in Frankenberg unterwegs, angeblich um eine bestimmte Kneipe zu besuchen. Vor dem Haus der Kroaten eskalierte die Situation soweit, dass ein Bruder des Angeklagten den jungen Frankenberger mit dem Auto umfuhr. Dafür gibt es einen Videobeweis. Der junge Deutsche hatte versucht, dem CFC-Fan zu helfen, als dieser ganz übel Prügel von der Kroatensippe bezog – daran soll der 32-Jährige beteiligt gewesen sein. Bereits erstinstanzlich verurteilt ist der Unfallfahrer. Wegen der Auto-Attacke hatte ihn das Schöffengericht im Februar 2017 zu einem Jahr und zehn Monaten Haft mit Bewährung verurteilt. Einen weiteren Bruder hatte das Gericht vom Tatvorwurf der Bedrohung freigesprochen.

Thema hoffentlich erledigt

Und nun verurteilte Richterin Fahlberg den 32-Jährigen wegen des Steinwurfs (versuchte gefährliche Körperverletzung) zu 80 Tagessätzen á fünf Euro Geldstrafe. Vom Tatvorwurf der gefährlichen Körperverletzung (angebliche Prügel mit dem Axtstil) sprach sie den Mann frei. „Ich hoffe, dass sich das Thema Vatertag 2016 in Frankenberg am Amtsgericht Döbeln langsam erledigt hat“, sagte Richterin Fahlberg, als sie das Urteil begründete. Die Richterin äußerte Zweifel, dass die Lage wegen der Kroaten eskalierte.

Freispruch im Übrigen

So sah es auch Staatsanwältin Angelika Rickert, deren Antrag das Gericht folgte. „Die Verteidigung hat ein neues Video gezeigt, darauf ist zu sehen, dass die Familie den Tumult nicht verschuldet hat. Die Flaschen flogen aus einer Gruppe von außen auf ihr Grundstück“, sagte Staatsanwältin Rickert. Dass der Angeklagte aber mit der Flasche nach dem Nachbarn warf, bezeichnete die Anklagevertreterin als „Racheakt“ und beantragte, ihn wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu verurteilen. Für den Vorwurf, er habe den CFC-Fan mit dem Axtstil verhauen, sah die Staatsanwältin keinen Nachweis und beantragte Freispruch. Verteidigeranwalt Andreas Kohn beantragte, seien Mandanten von allen Tatvorwürfen freizusprechen.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Von Dirk Wurzel

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