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Geringswalde: Gebäude ehemaliger Stuhlfabrik steht in Flammen

Polizei bestätigt Brandstiftung Geringswalde: Gebäude ehemaliger Stuhlfabrik steht in Flammen

In der Nacht zum Dienstag brannte es auf dem Gelände der ehemaligen Stuhlfabrik an der Bahnhofstraße lichterloh. Der Dachstuhl samt Obergeschoss stand komplett in Flammen. 60 Einsatzkräfte waren vor Ort, um das Feuer zu bändigen. Brandursachenermittler bestätigten, dass es sich um Brandstiftung handele.

Ein im Innenhof gelegenes Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Stuhlfabrik an der Bahnhofstraße stand in der Nacht zum Dienstag in Flammen.
 

Quelle: Sven Bartsch

Geringswalde.  Um 3.10 Uhr in der Nacht zum Dienstag wurden Ortswehrleiter Uwe Lübke und seine Kameraden aus dem Schlaf gerissen. Die ehemalige Stuhlfabrik an der Bahnhofstraße in Geringswalde stand in Flammen. Dachstuhl und die darunter liegende Etage standen in Vollbrand. Personen wurden nicht verletzt. Leben herrscht in dem leerstehenden Gebäude auf dem Industriegelände der ehemaligen Stuhlfabrik schon lange keins mehr. Einst fungierte es als Verwaltungsgebäude. Die Eigentümerin der Immobilie, ansässig in Bayern, wurde zeitnah informiert. Damit die Kameraden ihren Dienst vollbringen konnten, rückte ein Vertreter der Geringswalder Stadtverwaltung an, um das Tor zum Industriegelände zu öffnen. Die Alternative wäre das Aufbrechen von Kette und Schloss des Tores gewesen.

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Ein Gebäude auf dem Geländer der ehemaligen Stuhlfabrik an der Bahnhofstraße stand in der Nacht zum Dienstag in Flammen.

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Anwohner in und um Geringswalde bemerkten den Großbrand an der Bahnhofstraße schnell. Von weit her war die Rauchentwicklung zu sehen. Um die Löscharbeiten nicht zu gefährden, wurde die Bahnhofsstraße gesperrt. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst vor Ort. Letztere zur Eigensicherung der Kameraden, denn Truppen mit Atemschutz mussten ins Gebäude. Neben der Feuerwehr aus Geringswalde waren auch die Ortswehren von Altgeringswalde, Arras, Holzhausen sowie Waldheim vor Ort. Die Waldheimer Kameraden rückten mit ihrem Hubsteiger an. „Bis etwa 7 Uhr hatten wir voll zu tun“, erklärte der Ortswehrleiter. „Es war ein umfangreicher Einsatz.“ Aufgrund der Enge im Gebäude gestalteten sich die Löscharbeiten für die Kameraden schwierig. Nachdem die Flammen gebändigt waren, hielten die Kameraden zur Brandwache die Stellung. „Wir haben dann nach und nach erste Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst“, so Uwe Lübke weiter.

In den frühen Morgenstunden trafen außerdem die Brandursachenermittler am Ort des Geschehens ein und machten sich direkt ans Werk. „Der Brandursachenermittler der Kriminalpolizei Chemnitz geht von Brandstiftung aus“, bestätigte Ronald Göhre von der Kriminalpolizei noch vor Ort. Gegen 9.40 Uhr schlossen die Einsatzkräfte das Tor zum Industriegelände wieder. Bis dahin tauchten immer mal wieder kleine Brandherde auf, die sofort von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gelöscht worden. Weil auch hier das Herankommen schwierig war, griffen die Kameraden teilweise auf den Einsatz von Leitern zurück, um von außen durch die offenen Fenster zu löschen.

In der Vergangenheit sorgte eine Brandserie, die 2013 ihren Anfang nahm und sich bis 2015 hinzog, für Unruhe bei den Geringswaldern. Immer war es Brandstiftung. Ein Einsatz der aus traurigem Grund in Erinnerung blieb war in einer Industriebrache an der Arraser Straße im Februar 2015. Ein 50-jähriger Kamerad war beim Löscheinsatz zusammengebrochen. Er starb im Krankenhaus. Der Tod des Kameraden hing nicht mit der Brandbekämpfung zusammen, stellte sich im Nachhinein heraus. Gerade in der Gegend um den Geringswalder Bahnhof kam es immer wieder zu Bränden. Bürger befürchten nun, dass es sich um eine Fortsetzung der Brandserie handeln könnte. Eine Anwohnerin machte sich am Dienstag selbst ein Bild vor Ort. „Gestern erst stand ein Artikel in der Zeitung, in dem es noch einmal um die Brandserie ging“, sagte sie. „Da wurde wohl wieder jemand wachgerüttelt.“ Die Polizei hielt sich zu den Hintergründen bedeckt. Es handele sich um laufende Ermittlungen.

Von Stephanie Helm

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