Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Gersdorfer Friedhof will an Weltkriegsopfer namentlich erinnern
Region Döbeln Gersdorfer Friedhof will an Weltkriegsopfer namentlich erinnern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:42 22.04.2018
Das Kriegerdenkmal soll neue Messingplatten mit den Namen von Gefallenen und Vermissten erhalten. Quelle: Foto: Manuel Niemann
Anzeige
Hartha

„Dem anderen gegenüber ist es möglich, sich Sicherheit zu verschaffen, aber im Hinblick auf den Tod bewohnen wir Menschen alle eine Stadt ohne Mauern.“ Will heißen: Der Tod geht uns alle an. Was schon im vierten vorchristlichen Jahrhundert von dem Griechen Epikur überliefert wurde, hat Bestand – selbst auf den mittelsächsischen Dörfern. Der Friedhof, auch der in Gersdorf, ist immer noch ein Gemeinplatz, auf dem man zusammenkommt und denen gedenkt, die zuvor gestorben sind. Zumal, wenn deren Todesumstände gewaltsam waren und gemahnen, Ähnliches in Zukunft zu verhindern.

Namen von Opfern des Zweiten Weltkriegs nicht mehr lesbar

„Von vielen Seiten erreichte uns der Wunsch, dass die Namen auf dem Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Gersdorfer Friedhof wieder lesbar sein sollten“, richtet sich die Friedhofsverwaltung im Harthaer Ortsteil derzeit an die Öffentlichkeit. An diese Opfer soll daher in Gersdorf zukünftig wieder erinnert werden. Das Denkmal, das von der Witterung und der Zeit sichtlich geschliffen ist, soll dabei in Teilen erneuert werden. Geplant ist, Messingplatten mit den Namen von Gefallenen und Vermissten anzubringen. Dazu, so Pfarrerin Susanne Willig, sei die Friedhofsverwaltung bereits mit dem Denkmalschutz und der Stadt im Gespräch.

Erneuerung geplant

Ein entsprechender Entwurf soll noch in der ersten Jahreshälfte fertig ausgearbeitet sein und bei einer Versammlung im Ort vorgestellt werden. Gerechnet wird mit einem mittleren vierstelligen Betrag, um das Vorhaben zu verwirklichen. Der Versammlungstermin und die genaue Höhe der Kosten seien jedoch noch offen und werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben, so Willig.

Kosten sollen durch Spenden gedeckt werden

Fest steht bereits, dass der Friedhof die Kosten nicht allein finanzieren kann: „Das Vorhaben kann nur gelingen, wenn genügend Spenden aus der Bevölkerung eingehen. Wir bitten also herzlich um Ihre Mithilfe.“

Mithilfe bei Liste der Namen gefragt

Mithilfe ist aber zunächst beim Ausarbeiten des Entwurf gefragt: Bereits jetzt im März liegt eine Liste schon vorhandener Namen im Pfarramt Gersdorf aus. Diese kann zu den Büroöffnungszeiten am Mittwoch von 16 bis 17 Uhr und nach den Gottesdiensten eingesehen, korrigiert oder ergänzt werden.

Von Manuel Niemann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schon wieder Geschichte ist der Lebensmittelmarkt Nah und Frisch an der Leisniger Jahnstraße. Das finden die Anwohner bedauerlich.

Laster sollen auf der A 14 nicht mehr überholen dürfen. Das fordert der mittelsächsische SPD-Landtagsabgeordnete Henning Homann. Vom Dreieck Nossen bis zum Kreuz Schkeuditz soll das Überholverbot gelten. Auch das sächsische Verkehrsministerium ist kein Freund der Elefantenrennen.

Der Kriebsteiner Haushalt ist seit der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossene Sache. Klar ist, dass die Gemeinde den Gürtel enger schnallen muss. Jetzt liegt der Plan zur Prüfung bei der Rechtsaufsichtsbehörde.

16.03.2018
Anzeige