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Döbeln Gersdorfer Landmaschinen bleiben spurlos verschwunden
Region Döbeln Gersdorfer Landmaschinen bleiben spurlos verschwunden
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00:18 24.01.2016
Quelle: Andreas Doering
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Gersdorf

Ernüchterung im Gersdorfer Landmaschinenraub. „Die Maschinen sind nach wie vor weg und sie zu ermitteln, wird wahrscheinlich sehr kompliziert“, heißt es von der zuständigen Polizeidirektion Chemnitz. Vor über zwei Wochen musste die Genossenschaft Agrarproduktion einen heftigen Schlag hinnehmen. Über Nacht wurden dem Betrieb zwei Radlader vom Typ „Weidemann“ und ein Traktor der Marke „John Deere“ im Gesamtwert von über 100 000 Euro vom Gelände gestohlen. Bis heute fehlt jede Spur. „Wir ermitteln in jede Richtung“, kommentiert eine Sprecherin der Polizeidirektion Chemnitz den Stand der Ermittlungsarbeiten. „Solche Vorfälle hat es bereits in der Vergangenheit gegeben, aber ohne eindeutige Hinweise gestalten sich die Ermittlungen schwierig.“

Auffällig ist, dass sich vergangene Woche in Schönnewitz bei Oschatz, keine 40 Kilometer von Gersdorf entfernt, ein Fall ereignete, der sich wie ein Abziehbild des Vorfalls in der hiesigen Agrarproduktion liest. Die Diebe kamen auch dort in der Nacht, brachten zwei Radlader und einen Traktor – ebenfalls „John Deere“ – im Gesamtwert von über 200 000 Euro vom Gelände und verschwanden damit. Die Polizei vermutet, dass der Abtransport mit Hilfe eines Tiefladers vonstattenging. „Meist ist es so, dass die Täter die Beute ins Ausland – etwa nach Polen oder Tschechien – bringen und dann sind sie erstmal weg“, erklärt Katharina Geyer von der Leipziger Polizeidirektion, in deren Verantwortungsbereich Schönnewitz fällt. Ob zwischen den Fällen in Gersdorf und Schönnewitz tatsächlich ein Zusammenhang besteht, vermögen die Ermittler noch nicht zu sagen. Aus Chemnitz heißt es dazu: „Die Informationen werden im Rahmen der Ermittlungen ausgetauscht.“

Bei der Gersdorfer Agrarproduktion macht man sich derweil Gedanken, wie man sich in Zukunft, zusätzlich zu Alarmanlage und Versicherung, gegen solche Aktionen absichern kann. „Wir können uns ja nicht zubauen. Eine einhundertprozentige Sicherheit gibts es nicht.“ Den Verlust des Traktors konnte die Genossenschaft aus dem eigenen Fuhrpark ausgleichen. Ein neuer Radlader ist bereits bestellt.

Von André Pitz

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