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Döbeln Gertrud Bley aus Waldheim will älter werden als Johannes Heesters
Region Döbeln Gertrud Bley aus Waldheim will älter werden als Johannes Heesters
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22:47 12.01.2016
Birgit Baier, Hannelore Heinrich und Bürgermeisterin (l.) Steffen Ernst kamen als Gratulanten zu Gertrud Bley (2.v.l.) zum 101. Geburtstag. Hausbewohnerin Roswitha Radtke half der Jubilarin beim Bewirten der Gäste.  Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

 Fast minütlich erklang der Radetzky-Marsch in ihrer Wohnung in der Fröbelstraße. Das ist der Klingelton ihres Handys, der am Montag Gratulanten ankündigte. Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst kam persönlich gratulieren. Ebenso Birgit Baier und Hannelore Heinrich vom Volkschor. Hier hat die Jubilarin viele Jahre mitgesungen. Jetzt sei ihre Stimme nicht mehr so gut, sagt Gertrud Bley. Deshalb ist „Trudchen“, wie sie liebevoll genannt wird, jetzt nur noch Zuhörerin und Kritikerin ihres Volkschores und begeisterte Besucherin vieler Konzerte in und um Waldheim.

Bei den Waldheimer Wanderfreunden ist sie dagegen noch aktiv und nimmt an Ausflügen teil. Die 101-Jährige ist flotter auf den Beinen als mancher jüngere. Täglich macht sie Frühsport, kocht für sich und geht selbst einkaufen. Die 40 Stufen zu ihrer Wohnung sind kein Problem. Auch den Bahnhofsberg läuft sie mehrmals die Woche zum Einkaufen hoch und runter. „Die Leute denken du willst nur das Busgeld sparen, wenn du den Bahnhofsberg heraufstiefelst“, stichelt Gottfried Schlesier, der am Montag zum Gratulieren vorbei kam. Doch in Wahrheit lässt Gertrud Bley ihrem inneren Schweinehund keine Chance. Spazierengehen und Bewegung gehören dazu. „Ich will doch selbstständig bleiben“, sagt sie überzeugt. Das nennt sie auch das Geheimnis ihres Alters: „Sportlich und beweglich bleiben und nie sagen: Das kann ich nicht.“.

Die gelernte Verkäuferin, arbeitete im Rathaus. Ihr Verlobter blieb im Krieg vermisst und sie blieb ledig, wurde Rot-Kreuz-Schwester bei der Kinderlandverschickung. Später arbeitete sie viele Jahre in der Verwaltung des Waldheimer Krankenhauses.

Von Thomas Sparrer

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