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Glatte Geschäfte mit schwarzer Null

WBV Waldheim Glatte Geschäfte mit schwarzer Null

In die Annalen der Waldheimer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft wird das Geschäftsjahr 2015 zwar nicht eingehen. Aber immerhin hat die stadteigene Gesellschaft keinen Verlust gemacht. Auch in diesem Jahr will die Gesellschaft wieder investieren, wie ihre Geschäftsführerin Ina Pugell ankündigt.

Ina Pugell, Geschäftsführerin der Waldheimer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft, blickt auf ein verlustfreies Geschäftsjahr 2015 zurück und auf ein (hoffentlich) investitionsreiches Geschäftsjahr 2016 voraus.

Quelle: Dirk Wurzel

Waldheim. Die stadteigene Wohnungsgesellschaft will auch in diesem Jahr wieder rund 400 000 Euro investieren. Das Geld stammt aus dem eigenen Haushalt der WBV und der Löwenanteil werden Fördermittel sein. „Wir sanieren jetzt teilweise schon die nach der Wende sanierten Wohnungen“, sagt Ina Pugell, Geschäftsführerin der Waldheimer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft. Nach über 20 Jahren ist es eben mal wieder an der Zeit, in manchen der Wohnungen neue Bäder einzubauen. Zurzeit beschäftigt sich die WBV mit dem Umbau zweier Wohngebäude an der Breitscheidstraße. Um ins Förderprogramm des Freistaates zu kommen, hat der Stadtrat dazu im Dezember einen Grundsatzbeschluss gefasst. Sachsen unterstützt Kommunen, die Asylbewerber aufnehmen, indem es ihnen Geld für die Sanierung von Wohngebäuden gibt. Die Stadt leitet das dann an den Wohungseigentümer weiter. Weil die WBV bereits Wohnungen für Flüchtlinge bereitgestellt hat, könnte sie das Fördergeld als Ausgleich in die Sanierung der Häuser Breitscheidstraße 12 und Breitscheidstraße 26 nehmen. „Wir warten auf grünes Licht für die Fördermittel“, sagt Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). „Uns ist wichtig, dass wir beginnen können.“ In diesem, beziehungsweise im nächsten Jahr soll es losgehen.

Der relativ alte Bestand ist für das kommunale Unternehmen Fluch und Segen zugleich, sagt Ina Pugell. „Wir können schöne Grundrisse anbieten – aber das Bauen ist teuer.“ Im sanierten Bestand stehen nur sieben Prozent der Wohnungen leer. Insgesamt beträgt der Leerstand aber 20 Prozent – und betrifft vor allem unsanierte Gebäude, die die WBV vom Strom- und Wassernetz getrennt hat, um Kosten zu sparen.

Die Geschäfte bei der WBV laufen glatt. Und das liegt nicht an den historischen Bügeleisen, die bei Ina Pugell im Büro stehen. Drei Stück waren der Anfang. Sie stammen noch vom ihrem Vorgänger Siegfried Lohse. Inzwischen ist die kleine Sammlung gewachsen und auch eine Kaffeemühle kam dazu. „Hier sieht ein bisschen aus, wie im Museum“, sagt Ina Pugell und kommt gleich auf eine weitere Hinterlassenschaft ihres Vorgängers zu sprechen: Die keine-Schulden-Geschäftspolitik. Seit 1998 borgt sich die WBV kein Geld mehr bei den Banken. „Wir haben noch 500 000 Euro Zins und Tilgung aus Altschulden abzubezahlen. Da ist Licht am Horizont. Wir werden 2021 schuldenfrei sein“, sagt die WBV-Geschäftsführerin. Das Geschäftsjahr 2015 lief aus ihrer Sicht nicht ganz so gut. „Aber die schwarze Null steht“, sagt Ina Pugell. Die WBV hat sogar einen, wenn auch kleinen, Gewinn gemacht. Pro Jahr kündigen 50 bis 60 Mieter ihre Wohnungen, dafür kommen 50 bis 60 neue Mieter dazu. Dank eines „straffen“ Mahnwesens hat die WBV wenig Ärger mit Mietschuldnern. Seit zehn Jahren musste sich die Gesellschaft nicht vor Gericht herumstreiten und es gab auch keine Zwangsräumung.

Neben den 700 Wohnungen und Gewerbeeinheiten der WBV ist Ina Pugell seit Jahresbeginn für die Wohnungen der Leisniger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft zuständig. Weil deren Geschäftsführerin in den Ruhestand gegangen war, bestellte der Leisniger Stadtrat Ina Pugell zur Geschäftsführerin.

Von Dirk Wurzel

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