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Döbeln Gleich zwei marode Brücken auf der Bundesstraße 175
Region Döbeln Gleich zwei marode Brücken auf der Bundesstraße 175
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16:23 05.02.2018
DWegen statischer Probleme darf die Mühlgrabenbrücke auf der B175 gleich hinter dem Abzweig Töpeln nur noch mit 50 km/h befahren werden. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Gleich zwei Brücken hintereinander sind auf der Bundesstraße 175 zwischen Döbeln und Hartha Schrott und müssen erneuert werden. Neben dem ohnehin ab diesem Frühjahr geplanten Abriss und Neubau der Zschopaubrücke gleich hinter dem Kreisverkehr Schweta in Richtung Hartha, macht auch die folgende Mühlgrabenbrücke den Statikern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) Sorgen. Autofahrer bemerken dies zunächst nur an der seit ein paar Wochen angeordneten Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Mühlgrabenbrücke darf nur noch mit 50 Kilometern pro Stunde befahren werden.

„An der Schrägstielrahmenbrücke über den Mühlgraben gibt es starke Setzungen im Hinterfüllungsbereich beider Widerlager“, ist dazu von Isabel Siebert, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), zu erfahren. Somit wirken bei jeder Fahrzeugüberfahrt Schläge und dynamische Lasten sowie Verformungen auf die Brückenkonstruktion. Zudem werde durch die vorhandenen Absätze am Brückenanfang und -ende die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. „Um die Konstruktion der Brücke zu sichern und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wurde die Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit im Bereich dieser Brücke als Sofortmaßnahme erforderlich“, so Isabel Siebert weiter. Die Polizei sei nun dafür zuständig, die Einhaltung der Geschwindigkeit zu kontrollieren.

Zur weiteren Vorbereitung und Planung einer dauerhaften Instandsetzung der Mühlgrabenbrücke wurde eine statische Nachrechnung des Bauwerkes bei einem Ingenieurbüro in Auftrag gegeben. „Erst mit der Auswertung der Ergebnisse dieser Berechnungen können die erforderlichen Erhaltungsarbeiten am Bauwerk geplant werden“, so die Lasuv-Sprecherin weiter. Somit ist im Moment noch völlig offen, wann und wie die marode Mühlgrabenbrücke instand gesetzt werden soll.

Bei der benachbarten Brücke über die Zschopau ist das anders. Ab dem Frühjahr soll hier gebaut werden. Noch im Februar werden die Kettensägen knattern. Neben der Zschopaubrücke werden Bäume gefällt und Sträucher gerodet, um Platz für eine einspurige Behelfsbrücke zu schaffen. Denn diese Arbeiten sind nur bis Ende Februar, außerhalb der Vegetationsperiode erlaubt. Für den Abriss und den Neubau der Brücke im Zuge der Bundesstraße 175 über die Zschopau bei Töpeln wurden Ende 2017 die Aufträge vergeben. Derzeit läuft die Ausführungsplanung. „Das Bauende wird voraussichtlich Ende Mai 2019 sein“, so Isabel Siebert. Witterungsbedingt sollen die Arbeiten erst im Frühjahr starten. Zunächst muss eine einspurige Behelfsbrücke über die Zschopau gebaut werden. Über diese rollt dann der Verkehr während der Bauzeit wechselseitig und von einer Ampelanlage geregelt.

Der Neubau der Zschopaubrücke ist notwendig, weil das knapp 40 Jahre alte Bauwerk in einem schlechten technischen Zustand ist. Zwar sei es im Laufe der Jahre immer wieder saniert worden. Doch am Überbau weise die Brücke eine zu niedrige Betonfestigkeit sowie zu geringe Betondeckungen auf. Weiterhin sprach die unzureichende Breite der Brücke für den Abriss und einen Neubau.

Von Thomas Sparrer

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