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Döbeln Gleich zwei neue Läden ziehen in ehemalige Schlecker-Filiale
Region Döbeln Gleich zwei neue Läden ziehen in ehemalige Schlecker-Filiale
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23:00 27.09.2012
Kerstin Schönberg (im dritten Schaufenster von links) wird ab November mit ihrem Team am Obermarkt im ehemaligen Schlecker-Markt ihre Kleeblatt-Braut- und Festmoden auf deutlich größerer Fläche präsentieren. Bereits am kommenden Donnerstag eröffnet Mirko Wadewitz (r.) seinen Miwa-Spiel- und Schreibwarenladen in der anderen Hälfte des umgebauten Schlecker-Marktes neu.

Gleich zweifach zieht in den nächsten Tagen und Wochen wieder das Leben in die seit Sommer leerstehenden Ladenräume. Denn aus dem recht großen Schlecker-Markt werden zwei Geschäfte, die bereits durch eingezogene Wände voneinander getrennt wurden. In der rechten Ladenhälfte wird am kommenden Donnerstag das Miwa-Schreibwaren- und Spielwarengeschäft eröffnen. Es zieht einfach nur am Obermarkt zwei Häuser weiter. Inhaber Mirko Wadewitz und sein vierköpfiges Team freuen sich schon auf die neuen 200 Quadratmeter großen Räume. "Wir bringen hier unseren stationären Handel und das Büro für unseren Internethandel unter", sagt Mirko Wadewitz. Neben dem stationären Schreibwaren- und Spielwarenladen betreibt Miwa noch Internetshops für Schreibwaren, Spielsachen und Geschenkartikel. Lager und Logistik dafür befinden sich in Döbeln-Masten.

Immobilienunternehmer Wolfgang Müller hatte zu Jahresbeginn das Haus am Obermarkt erworben, in dem das Miwa-Spiel- und Schreibwarengeschäft bisher eingemietet war. Das Haus soll nun saniert und auf Vordermann gebracht werden. Der Laden darin wird auf neusten Stand gebracht und dann ebenfalls zur Vermietung angeboten. So wechselt Miwa in die ehemaligen Schlecker-Räume und macht Platz für die Gebäudesanierung. "Diese Lösung bot sich an und ich freue mich besonders, dass wir im neuen Laden nun auch einen Hintereingang haben werden. Das macht die Belieferung einfacher", so Mirko Wadewitz.

In der linken Hälfte des ehemaligen Schlecker-Marktes arbeiten unterdessen noch die Handwerker. Auf 130 Quadratmetern werden hier künftig Braut- und Festmoden präsentiert und verkauft und in einer eigenem Näherei geändert. "Wir werden mit unserem kompletten Bestand und unserem Service im November umziehen", sagt dazu Kerstin Schönberg von Kleeblatt-Moden in Döbeln. Schön länger sucht sie für sich, ihre drei Mitarbeiterinnen, ihre 400 Brautkleider und sonstige Festmode für alle Anlässe nach größeren Räumlichkeiten. In den Räumen im Alten Amtshaus am Obermarkt 14 geht es auf 80 Quadratmetern auf zwei Etagen eng aber gemütlich zu. Doch wenn die Maßschneiderinnen an den ausladenden Brautkleidern arbeiten, wird es schon mal richtig eng und muss das Bügelbrett zwischen den Kleiderständern aufgebaut werden. "In unserem neuen Geschäft werden wir unsere Braut- und Festmode dann auf 130 Quadratmetern präsentieren und vielleicht das Angebot noch ein klein wenig ausbauen können. Die Schneiderei wird auch deutlich mehr Platz haben. Doch die Bräute werden sich genauso ungestört wie bisher umschauen und beraten lassen können", sagt Kerstin Schönberg.

Vermieter Wolfgang Müller, gleichzeitig auch Vorsitzender des Döbelner Stadtwerberinges, freut sich, dass es im Stadtzentrum bis auf wenige Ausnahmen so gut wie keine leeren Geschäfte gibt, sondern dass aufgrund der Akzeptanz als Einkaufsstadt in Döbeln sämtliche Geschäfte im Stadtzentrum belegt sind oder in Kürze wieder belegt sein werden.

Für das gerade aufzustellende Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt schlägt Müller zum Beispiel eine noch bessere Ausschilderung der Einkaufsmöglichkeiten und Branchen an den Parkplätzen und am Parkhaus vor. Das kostenlosen Parken in der ersten Stunde könnte noch besser beworben werden. Zudem gebe es beim Innenstadtparken durchaus noch Reserven, stellte der Vereinschef bei den Mitgliedern zur Diskussion.

Bis Jahresende soll das Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Döbeln beschlussreif sein. 17 000 Euro lässt sich die Stadt dieses Arbeitspapier zur Innenstadtentwicklung kosten.

Für das Konzept wurde auch eine Kundenbefragung durchgeführt. 322 Haushalte, davon wurden zum Einkaufsstandort Döbeln befragt. Die Kernaussage bestätigt Döbeln als bedeutendsten Einkaufsstandort in der Region. 88 Prozent der befragten Döbelner bezeichnen Döbeln als ihren generellen Einkaufsstandort. Auch im Umland ist Döbeln für 80 beziehungsweise 70 Prozent der Bürger der Einkaufsstandort Nummer 1.

Thomas Sparrer

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