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Döbeln Gleisberger Feuerwehr feiert nach Einsatz: Hoch hinaus zum 135. Geburtstag
Region Döbeln Gleisberger Feuerwehr feiert nach Einsatz: Hoch hinaus zum 135. Geburtstag
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10:19 06.06.2016
Robert Dörner (o.) baute mit Hilfe von Achim Belka den ersten Bierkistenturm des Geburtstages. Quelle: Sebastian Fink
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Gleisberg

Zum Glück war der Einsatz der Gleisberger Kameraden am Freitagabend auf der Autobahn 14 am Dreieck Nossen glimpflich ausgegangen. Ein rumänischer LKW mit Gefahrgut an Bord war verunglückt. Weil die Leitstelle von einem größeren Problem ausging, wurden kurz vor 15.30 Uhr auch die Gleisberger alarmiert – letztlich aber gar nicht gebraucht. „Letztlich war es wie eine Alarmübung, um mal zu sehen, wie es funktioniert – und es hat funktioniert“, sagte Ortswehrleiter Udo Hofmann am Tag danach. SO waren er und seine Kameraden schon gegen 18 Uhr wieder am Feuerwehrhaus, um das Fest zum 135. Geburtstag der Wehr am Sonnabend vorzubereiten.

Doch auch bei einem längeren Einsatz hätte man auf jeden Fall gefeiert, betonte Hoffmann. „Wir hatten schon die ganze Woche vorbereitet und der allgemeine Wille war auch, es etwas kleiner zu machen“, sagte er. Besucher kamen dennoch scharenweise, allein befreundete Wehren aus Starbach, Mockritz und Marbach füllten den Platz vor und im Feuerwehrgerätehaus.

Draußen übten sich die Kinder im Zielspritzen, während die Männer versuchten, einen möglichst hohen Bierkistenturm zu bauen. Waghalsig sah das aus, was der an einen Kran gebundene Robert Dörner mit Hilfe des Kameraden Achim Belka da zusammenbaute. Groß das Gelächter, als der Turm zusammenfiel und Dörner eine Weilchen allein am Seil hängen blieb. „Lasst ihn hängen, bis er trocken ist“, rief einer und der Spaß war perfekt. Ebenso wie beim Skiwettkampf, bei dem Mannschaften auf drei Skiern die Straße hinunter wetzten – verletzt wurde niemand.

Optischer Augenschmaus war wieder einmal das erste Gleisberger Feuerwehrauto Protos von 1924, das Besitzer Wolfgang Perschmann extra per Anhänger aus Leipzig mitgebracht hatte. Im Vergleich zu seinem ersten besuch in Gleisberg vor drei Jahren hatte er wieder etwas daran gebastelt. „Wir haben jetzt einen spitzeren Kühler, der ist noch originaler. Und neu lackiert ist er auch“, berichtete der 78-Jährige, der nicht zum letzten Mal in Gleisberg gewesen sein will. Ob die Feuerwehr eventuell Hoffnung auf ein Erbe des Klassikers mit Speichenrädern haben darf, soll später seine Frau entscheiden, sagte Perschmann. Udo Hoffmann hätte auch nichts dagegen, wenn das gute Stück später im Museum landet, auch wenn er dann für Gleisberg darauf verzichten müsste.

Von Sebastian Fink

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