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Döbeln Gleisberger fühlen sich bei Schülerbeförderung allein gelassen
Region Döbeln Gleisberger fühlen sich bei Schülerbeförderung allein gelassen
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00:32 03.03.2018
Gleisbergs Ortsdurchfahrt ist für die nächsten vier Monate gesperrt. Das verursacht auch Probleme bei der Schülerbeförderung. Quelle: Sven Bartsch
Gleisberg

Die Eltern von Gleisberger Grundschülern stehen vor der Herausforderung, ihre Kinder sicher und mit gutem Gefühl nach Roßwein zur Schule an den Weinberg transportiert zu wissen. Grundschüler-Mutti Annett Meyer ärgert sich, dass die Eltern mit ihren Sorgen offenbar nicht ernst genommen werden.

„Keiner will verantwortlich sein“, kritisiert sie, dass man sie von einer Stelle an die nächste verweise. Drei Grundschüler aus dem Unterdorf fahren derzeit alternativ zum Schulbus mit dem Taxi nach Roßwein. Allerdings beinhaltet das Angebot der Regiobus Mittelsachsen offiziell lediglich die Fahrt bis zum Markt – den Rest des Weges bis zum Weinberg sollen die Sieben- und Achtjährigen allein zu Fuß gehen. „Und das obwohl der Taxifahrer sowieso zur Förderschule weiterfährt“, ist Annett Meyer sprachlos.

Den Rücktransport ihrer Kinder müssen die berufstätigen Eltern in Ermangelung händelbarer Schülerverkehr-Varianten selbst organisieren – weil das Taxi nur direkt nach der Schule und nicht vom Hort aus eingesetzt werden darf, zu diesen Zeiten allerdings die Betreuung der Kinder zu Hause nicht abgesichert werden kann.

Auch für Gleisbergs Oberdorf-Schüler, die nach Nossen müssen, ist der neue Schulweg durchaus umständlich. „Die Kinder sind eine halbe Stunde zu Fuß unterwegs, wenn sie von der Haltestelle am Bahnhof aus losfahren wollen. Bei den aktuellen Temperaturen ist das abenteuerlich“, sagt Markus Großer, dessen Tochter das betrifft. Und auf langen Bereichen der Strecke gibt es keinen Fußweg. Wer seinem Kind diesen Weg ersparen möchte, muss es um 6.35 Uhr, eine halbe Stunde früher als bisher, ab der Wendeschleife mit der Schulbuslinie 905 über Wetterwitz nach Roßwein zum Markt fahren und dann dort in den Schulbus nach Nossen umsteigen lassen.

Was Markus Großer an diesem Umstand besonders ärgert, ist weniger der erhöhte Zeitaufwand. Aus Elternsicht gäbe es eine ganz einfache andere Variante: „Es fahren morgens innerhalb von 16 Minuten zwei Busse zwischen Roßwein Markt und Nossen. Unser Vorschlag war, die spätere Linie über die Umleitungen zur Gleisberger Wendeschleife fahren zu lassen. Doch davon will bei der Regiobus niemand etwas wissen.“

Von Manuela Engelmann

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