Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Glücksbringer wechseln Bezirke
Region Döbeln Glücksbringer wechseln Bezirke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:39 02.01.2014

[gallery:600-35897860P-1]

Für den 37-jährigen Mann aus Döbeln geht damit ein lange gehegter Traum in Erfüllung: Der erste eigene Kehrbezirk in seiner Heimatregion. Ralf Hunger ist das Schornsteinfegerhandwerk praktisch in die Wiege gelegt. Er bildet die vierte Generation der Schornsteinfegermeister in seine Familie. Dieses Jahr kann er so das 110-jährige Jubiläum der schwarzen Zunft in seiner Familie feien. Denn im Jahre 1904 übernahm sein Urgroßvater den ersten Kehrbezirk. Ralf Hunger übte bis 2004 sein Handwerk als Geselle bei seinem Vater Jochen Hunger im Kehrbezirk Leisnig aus. So kennt er sich über den Leisniger Dächern aus wie in seiner Westentasche. Als 2004 sein Vater starb, wurde der Kehrbezirk neu vergeben. Ralf Hunger zieht es danach zum Arbeiten von Leisnig an den Bodensee. In Ulm absolviert er schließlich die Ausbildung und die Prüfung zum Schornsteinfegermeister. Auch eine zweite Meisterausbildung als Installateur- und Heizungsbaumeister schließt der junge Mann erfolgreich ab. Das vergangene halbe Jahr wohnt er schon wieder in Döbeln, arbeitet als angestellter Schornsteinfeger in Dresden-Loschwitz und auf dem Weißen Hirsch. Seine Bewerbung um einen hiesigen Kehrbezirk lag parallel schon länger bei der Innung. Am 19. Dezember bekam er den Bescheid, dass er den Döbelner Kehrbezirk übertragen bekommt.

Möglich war dies, weil sein Kollege Marko Hirt, der seit zwei Jahren zwischen Döbeln-Stadtzentrum und Beicha auf Dächer und in Keller stieg, nach Chemnitz wechselt. Der gebürtige Glauchauer lebt in Chemnitz und hatte sich um den frei werdenden Kehrbezirk eines Kollegen beworben, der in den Ruhestand geht. "Es waren zwei schöne Jahre in meinem Döbelner Kehrbezirk und ich bedanke mich bei allen Hauseigentümern, Hausverwaltungen und Installationsbetrieben für die tolle Zusammenarbeit", sagt der 37-jährige Marko Hirt. In seinem neuen Chemnitzer Kehrbezirk wird er den Sohn des alten Schornsteinfegermeisters als Gesellen übernehmen. Sein Döbelner Nachfolger Ralf Hunger wird Marko Hirts Gesellen nun in seine Dienste stellen. So bleibt zum neuen Gesicht des Schornsteinfegermeisters den Döbelnern zumindest der bekannte Geselle beim Kehren der Schornsteine und Messen der Heizungsanlagen erhalten.

Ralf Hunger ist auf alle Fälle jetzt wieder in seiner Heimat angekommen und er will bleiben. Gestern hat er begonnen, sich in die Unterlagen seines Kehrbezirkes einzuarbeiten. Zudem sind noch einige Behördengänge zu erledigen, die wegen des kurzfristigen Starts in die Selbstständigkeit vor Weihnachten nicht mehr möglich waren.

Thomas Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die letzten Beratungen erfolgen dort am 17. Januar, einem Freitag, wie gestern Ursula Wächter, Sprecherin der Rentenversicherung Mitteldeutschland, informierte.

02.01.2014

Die 14 Wohnungen im Haus Grimmaische Straße 11 in Döbeln-West bleiben trotzdem weiter dunkel. Die 30 Bewohner können auch in den nächsten Tagen nicht in ihre Wohnungen zurück.

02.01.2014

Etwa 30 Bewohner des Wohnhauses in der Grimmaischen Straße 11 in Döbeln können den Jahreswechsel nicht ihren Wohnungen verbringen. Durch einen Brand am Elektroverteiler im Keller sind die 14 Wohnungen unbewohnbar geworden.

28.12.2013
Anzeige