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Döbeln „Graues Elend“ war gestern – Roßweiner Wohnblöcke saniert
Region Döbeln „Graues Elend“ war gestern – Roßweiner Wohnblöcke saniert
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00:20 07.09.2017
Andreas Schindler organisiert die Sanierung. Quelle: Sven Bartsch
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Rosswein

Die Sanierungsarbeiten der Wohnblöcke Am Sportplatz 11 bis 15 in Roßwein sollen im Herbst abgeschlossen sein. Einst trugen die Häuser den Spitznamen „Graues Elend“. Doch der dürfte nun endgültig der Vergangenheit angehören. Nach der Modernisierung ist vom Grau nichts mehr zu sehen – weder an der Fassade noch im Inneren der Häuser.

Seit Jahresbeginn laufen die Arbeiten. Kurz zuvor hatte der österreichische Immobilienunternehmer Milan Vorhand ein ganzes Häuserpaket von der bayrischen Haas Unternehmensgruppe gekauft, zu denen auch die Blöcke am Roßweiner Sportplatz mit insgesamt 48 Wohnungen gehören. Mit der Übernahme durch Vorhand ging es voran. „Wir haben die Wohnhäuser komplett saniert – neue Fenster, neue Balkontüren, neue Fassade mit Wärmedämmung für die Gebäudehülle. In den Wohnungen sind die Bäder neu gefliest und die Sanitärausstattung erneuert worden, die Fußböden sind mit Laminat belegt, die Treppenhäuser haben eine neue Farbgestaltung.“ Andreas Schindler, Projektleiter des mit der Sanierung beauftragten Leipziger Generalunternehmens, kann die Aufzählung fortsetzen.

So erfolgt die Wärmeversorgung der Blöcke nun ausschließlich über Fernwärme. Die bisher noch vorhandenen Gasthermen wurden abgebaut. Verändert haben sich zum Teil die Wohnungsgrößen. Bislang gab es nur Drei-Raum-Wohnungen, in einigen Bereichen sind daraus Zwei- beziehungsweise Vier-Raum-Wohnungen geworden. So lasse sich laut Schindler ein größeres Spektrum an möglichen Mietinteressenten abdecken.

Von den insgesamt 48 Wohnungen der sechs Hauseingänge sind noch acht von Bestandsmietern belegt. Diesen ließ der neue Gebäudebesitzer weitgehend freie Hand, was den Umfang der Sanierungsarbeiten in diesen Wohnungen betrifft. Manche Mieter haben sich für eine Komplettsanierung entschieden und ziehen deshalb vorübergehend in andere vier Wände des gleichen Blockes, um nach Abschluss der Arbeiten wieder zurückzukehren. Andere hatten vorher schon selbst ihre Wohnungen modernisiert und deshalb jetzt nur neue Fenster und Türen bekommen. Andreas Schindler: „Die Mieter sind das Kapital des Vermieters. Das ist die Philosophie der Familie Vorhand. Da wird einiges möglich gemacht.“ Für die Neuvermietungen laufe die Nachfrage gut. Es sind laut Schindler aber noch Wohnungen zu haben. Ein Einzug sei ab sofort möglich.

Noch neu gemacht werden die Gebäudedächer. Die alten hätten zwar noch gehalten. Doch neue Fassade und altes Dach – das gefiel den Eigentümern nicht so richtig. Mit der Dachsanierung verschwinden auch die zahlreichen Schornsteinköpfe aus dem Blickfeld des Betrachters. Noch eine Lösung gefunden werden soll für Auto-Stellplätze der Mieter. Vermutlich entstehen welche an der Gebäuderückseite. Andreas Schindler: „Das wollen wir noch mit der Stadt absprechen.“

Von Olaf Büchel

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