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Döbeln Mittelsachsen liegen mit Grippe flach – Mediziner setzen auf Vierfach-Schutz
Region Döbeln Mittelsachsen liegen mit Grippe flach – Mediziner setzen auf Vierfach-Schutz
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Ein kleiner Pieks kann vor der Infektion mit Grippe-Viren schützt. Allerdings nur, wenn der Arzt den richtigen Impfstoff spritzt. Den gab es bisher nicht auf Kassen-Rezept. Quelle: picture alliance / dpa
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Es war ein Fehler mit Ansage. Bereits im September vergangenen Jahres mahnten die Ärzte einen Vierfach-Schutz bei der Grippe-Impfung an. Die meisten Krankenkassen bezahlten aber nur eine Immunisierung, die gegen drei Virenstämme der Influenza wirkt. Fatal: Momentan erkranken im Landkreis Mittelsachsen die Leute an Influenza-B-Viren, gegen die der Kassen-Impfstoff wirkungslos ist. Laut aktuellen Zahlen des Gesundheitsamtes des Landkreises haben Labortests 238 Fälle der Influenza B bestätigt. 19 Mittelsachsen haben sich Influenza A eingefangen und ein Patient an die Mischform Influenza A/B.

Rabattvertrag in der Kritik

Die Grippe-Welle merkt auch der Döbelner Kinderarzt Dr. Eckhardt Erdmann in seiner Praxis deutlich. „Seit 20. Januar steigt sie exponentiell an“, sagt der Mediziner. Auch er forderte einen Vierfach-Impfstoff, den das Rabatt-System der Krankenkasse nicht vorsah. Dr. Erdmann verweist auf die Aussagen der Fachleute in der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) und der Ständigen Impfkommission zu diesem Thema. Bereits im September vergangenen Jahres haben sich diese für den Vierfachschutz eingesetzt. Passiert ist aber zunächst nichts. Wie auf den Internet-Seiten der KVS im Internet zu lesen ist, hat die AOK Plus stellvertretend für die weiteren Krankenkassen einen Rabattvertrag über den Impfstoff geschlossen, der gegen drei Virenstämme immunisiert.

AOK übernimmt Kosten nun doch

„Der Dreifach-Impfstoff hinterlässt eine Lücke bei den Grippefällen, die wir haben. Die Impfbereitschaft sinkt dadurch“, sagt Dr. Erdmann. Und besonders, wenn er den Eltern seiner kleinen Patienten erklären muss, dass gegen die aktuell grassierende Form der Grippe nur ein Wirkstoff hilft, der extra Geld kostet. In der Döbelner Löwenapotheke zum Beispiel 23 Euro pro Dosis.

Im Oktober 2017 kommentierte Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK Plus, die Diskussion um den Vierfach-Impfstoff mit den Worten: „Bei weit über 90 Prozent der Fälle kommt deutschlandweit der Dreifachimpfstoff zum Einsatz und bietet einen guten Schutz für die Versicherten. Der Fokus der Diskussion sollte darauf liegen sich überhaupt impfen zu lassen.“ Nun hat sich die AOK offenbar der Realität angepasst. „Die AOK Plus wird auch weiterhin für alle ihre Versicherten die Kosten für den Grippeschutz übernehmen – ganz gleich, ob der Arzt den Dreifach -oder Vierfachimpfstoff für angezeigt hält und verordnet“, teilt Hannelore Strobel, Pressesprecherin der AOK Plus für Sachsen und Thüringen, auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung mit. In Sachsen hat die AOK einen Marktanteil von rund 58 Prozent, ist also der Marktführer, bei dem die meisten Leute gesetzlich krankenversichert sind.

Von Dirk Wurzel

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