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Döbeln Größter Saal der Stadt
Region Döbeln Größter Saal der Stadt
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17:22 01.03.2016
Volle Hütte wie in alten Zeiten: Die Döbelner Kultband Taifun sorgte 2012 und 2015 zum 50-jährigen und zum 53-jährigen Bandjubiläum für ein ausverkauftes Volkshaus. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Mit über 130 Veranstaltungen hat das Döbelner Volkshaus im vergangenen Jahr seine Betriebskosten selbst erwirtschaftet. „Das Volkshaus ist für unsere Stadt wichtig. Dank konstant guter Auslastung ist es zudem auch nicht mehr ein solches Zuschussgeschäft für die Stadt, wie noch vor Jahren“, sagt dazu Jürgen Aurich, Leiter des Liegenschaftsamtes der Stadtverwaltung Döbeln. Von schwarzen Zahlen oder gar Gewinnen ist man trotz der guten Auslastung des Hauses aber dennoch weit entfernt.

Döbelns größter Veranstaltungssaal hat sich vom Sorgenkind der Stadt zu einer gefragten Veranstaltungsadresse in zentraler Lage gemausert. Auch für 2016 ist der Kalender bereits gut mit Veranstaltungen im Volkshaus gefüllt. 25 Verträge mit Veranstaltern hat das städtische Liegenschaftsamt, das sich um die Bewirtschaftung kümmert, bereits unter Dach und Fach. Zwei über Maßnahmen der Agentur für Arbeit beschäftigte Mitarbeiter fungieren als Ansprechpartner vor Ort, führen einen Veranstaltungsplan für das Haus, sorgen für Ordnung und Sauberkeit, kümmern sich um die Haustechnik und bereiten Veranstaltungen vor und nach.

Untere anderem stehen am nächsten Wochenende Ute Freudenberg und Band auf der Bühne, ist die Veranstaltung mit Tom Pauls am 16. April schon ausverkauft, kommen Uwe Steimle im Oktober und Wladimir Kaminer im November und füllen auch dieses Jahr wieder die Künstler der Travestieshow gleich an mehreren Abenden das Haus. Dazwischen ist das Volkshaus auch an Wochentagen gut ausgelastet. Allein drei Mal pro Woche finden von 16 bis 21 Uhr Zumba-Kurse statt. Jeden Dienstag ist eine Tanzschule eingemietet, die Schüler und Erwachsene in Einsteiger- und Fortgeschrittenenkursen Standardtänze lehrt. Auch Firmenfeiern, Betriebsversammlungen, Hausmessen, Vortragsabende, Schulaufnahme- und Schulabgangsfeiern, Abibälle oder Jugendweihefeiern und natürlich auch Fasching stehen fest im Plan.

Alle Sorgen los ist die Stadtverwaltung aber noch lange nicht. Denn nach wie vor wird für das gesamte Objekt des Volkshauses ein Pächter gesucht. Die Verhandlungen mit den letzten beiden Interessenten, die das Haus übernehmen wollten, sind eingestellt. Das Konzept war gut, aber für das riesige Haus langfristig nicht tragfähig.

Die stadteigene Döbelner Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (DWVG) hatte das Volkshaus 1999 nach einer umfangreichen Sanierung wiedereröffnet. Zuvor hatte es in den 90-er Jahren keine Bürgerversammlung in Döbeln gegeben, auf der nicht die Bürger eine Sanierung des leer stehenden Volkshauses gefordert hatten. Denn die Gaststätte mit dem Saal hatte in Döbeln Kultstatus und verfiel zunehmend. Von 1999 bis 2004 hatte das sanierte Haus mit Bowlingbahn, Gaststätte, Kaminzimmer, großem und kleinem Saal zwei Pächter, die nach einiger Zeit aufgaben. Ein dritter Interessent sprang ab, bevor es zum Pachtvertrag kam. In der schweren Krise der DWVG hatte die Stadt als Gesellschafter das defizitäre Volkshaus 2004 aus der angeschlagenen Gesellschaft heraus übernommen. Die DWVG wurde später verkauft. Das Volkshaus blieb bei der Stadt.

Von Thomas Sparrer

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