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Döbeln Große Eierei im Döbelner Rathaus: Kreative schaffen ovale Kunstwerke
Region Döbeln Große Eierei im Döbelner Rathaus: Kreative schaffen ovale Kunstwerke
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Um die Wachsbatik ging es zu Ostern im Stadtmuseum Döbeln. Quelle: Dirk Wurzel
Döbeln

Hühnereier, Gänseeier, Straußeneier – die Leibesfrüchte von Vögeln ganz unterschiedlicher Größe sieht man derzeit im Döbelner Rathaus zur Osterausstellung. Wunderbar verziert mittels verschiedener Techniken. Am Wochenende konnten die Besucher nicht nur die Eierschau anschauen, sondern auch selbst Hand anlegen.

„Seitdem eine Sorbin im Leipziger Haus der Pioniere die Wachsbatik gezeigt hat, beschäftige ich mich mit dieser sorbischen Volkskunst“, sagt Monika-Ursula Krause. Die Frau aus der Bukowina zeigte im Jahr 1956 in Leipzig, wie mit Wachs, Farbe, viel Geduld und Fingerspitzengefühl die Oberflächen ausgepusteter Eier zu kleinen Kunstwerken werden. Und seitdem hat Monika-Ursula Krause viel Kuchen und Omelett gebacken sowie Rührei gebraten. Damit nichts umkommt beim kunsthandwerklichen Umgang mit den Eiern.

Geduld gefragt

Alles was man für die Wachsbatik braucht, findet man zu Hause. Teelichter zum schmelzen des Wachses, Stecknadeln, Esslöffel als Schmelzpfannen. Eierfarbe gibt es zu kaufen. Auch angespitzte Federkiele kommen zum Einsatz. Mit diesen Werkzeugen wird das heiße Wachs aufgetragen, in Mustern oder freier Form, je nach Gusto. Dann kommt das Ei ins Färbebad. Dann geht es mit dem Wachs weiter. Der ist eine Mischung aus Stearin und Bienenwachs. „Dadurch hält er besser auf der Eierschale“, sagt Monika Ursula Krause. „Wir sind uns einig – das machen wir zu Hause auch mal“, sagte Grit Jeschke aus Döbeln, die am Sonnabend mit ihrer 9-jährigen Tochter bei Monika-Ursula Krause Eier verziert hat. Auch Anja Jähnichen war mit ihrem Sohn Nico (6) ins Stadtmuseum gekommen. Sowie Anett mit Tochter Lisa aus Roßwein. Und noch viele mehr. Viele Gäste der Osterausstellung wollten selbst kreativ werden. Rund eine Stunde waren die Leute dann mit einem Ei beschäftigt. Geduld ist eben eine gefragte Tugend bei der Wachsbatik.

Vorsicht geboten

Wie lange die Künstler an ihren Werken gesessen haben, die die Osteraustellung des Döbelner Stadtmuseums gerade zeigt, ist nicht bekannt. Bemalte und mit Schnitzereien verzierte Eier von Hühnern, Gänsen, Straußen und Nandus sind hier gerade zu sehen. „Zum ersten Mal zeigen wir eine Osterausstellung mit 500 Exponaten“, sagt Museumsleiterin Kathrin Fuchs. Einen halben Tag lang hat die Leihgeberin diese Schau aufgebaut. Und wenn man sieht, welch filigrane Exponate unter den Ausstellungsstücken sind, ist das auch kein Wunder. Eier, dessen Schale reliefartige Schnitzereien zieren und die dazu noch formvoll durchbrochen ist – da ist wirklich Vorsicht geboten, dass nichts kaputt geht. Die ovalen Kunstwerke stammen übrigens von Marita Pesenecker, Kathrins Fuchs’ Museumsleiterin-Kollegin aus Grimma.

Von Dirk Wurzel

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14.04.2017