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Großer Platsch in Gebersbach

Großer Platsch in Gebersbach

18 Grad Celsius Wassertemperatur - immerhin. Außerhalb des Edelstahlbeckens des Gebersbacher Freibades war es fünf Grad kälter. 13 Grad stand mit Kreide auf der Tafel geschrieben.

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Warmes Wasser, kühle Luft: Lutz Iwan, Chef des Badbetreibers Welwel (l.) und Waldheims Bürgermeister Steffen Blech (2.v.l.) wagten mit einigen weiteren Badegästen am Sonnabend den Sprung ins Wasser und eröffneten so die Saison im Freibad Gebersbach.

Quelle: Sven Bartsch

Zauberei ist das nicht. "Wir haben Solarkollektoren auf dem Dach, durch die wir einen Teil des Wassers leiten. Damit schaffen wir bis zu drei Grad am Tag", erläutert Lutz Iwan, Chef des Döbelner Welwel, wie es zu dem Unterschied zwischen Luft- und Wassertemperatur kommt. Das Welwel betreibt im Auftrag der Stadt Waldheim das Gebersbacher Bad. Am Sonnabend traf sich Lutz Iwan mit dem Waldheimer Bürgermeister Steffen Blech (CDU) zum traditionellen Anbaden. Diesmal bei frischer Brise und kühler Luft, die hoffentlich kein Vorzeichen auf die eröffnete Saison ist. Denn die vergangene bedeutete für Betreiber und Stadt vor allem eines: Verluste. "Wir hatten keine 10 000 Gäste. Zu Pfingsten kamen etwa 1000 aber der Rest der Saison war mau", sagt Lutz Iwan. Das Badgeschäft rechnet sich, wenn in den Monaten von Mai bis September etwa 15 000 Besucher kommen. Schließlich fallen pro Monat zwischen 4000 und 4500 Euro allein an Stromkosten an. Denn damit das Wasser schön klar ist, drücke es starke Pumpen durch Kiesfilter. Ohne diese Umwälzanlage wäre das Wasser im Becken eine trübe und unappetitliche Brühe.

 

"Wir schenken unseren Neubürgern wieder eine Tageskarte für das Gebersbacher Bad", kündigt Bürgermeister Blech an. Etwa 300 Zuzügler begrüßte Waldheim im Vorjahr - das sind denn auch 300 potenzielle Gäste des Freibades. Der Rathauschef hatte sich extra zum Anbaden "ein paar jugendliche Badehosen gekauft", wie er sagte. "Aber die sind unmöglich", schimpfte er nach dem Sprung ins kühle Nass über die Bermuda-Shorts. Über die Zusammenarbeit mit dem Welwel schimpft er nicht - im Gegenteil. "Die ist einwandfrei", sagt er. Ziel der Stadt und des Betreibers ist es, den günstigen Eintrittspreis von 2,50 Euro pro Tag solange wie möglich beizubehalten. Der Außenbereich erwartet die Besucher in dieser Saison in leicht veränderter Form. "Wir haben einen großen Laubbaum gefällt und einige kleine Kugelahorn-Bäume als Schattenspender gepflanzt", sagt Lutz Iwan.

 

In diesem Jahr feiert das Welwel übrigens sein 10-jähriges Jubiläum als Gebersbacher Badbetreiber. Zuvor sanierten es die ehemalige Gemeinde Ziegra-Knobelsdorf und die Stadt Waldheim gemeinsam. Denn das Zschopauhochwasser 2002 hatte den Waldheimern ihr Bad genommen, ein Wiederaufbau kam wegen erneuter Flutgefahr daher nicht in Frage. diw

Dirk Wurzel

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