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Großes Musik- und Familienfest im Kloster Buch

Mittelsächsischer Kultursommer Großes Musik- und Familienfest im Kloster Buch

„Gugge ma“ hat der Mittelsächsische Kultursommer das Musik- und Familienfest am Kloster Buch auffordernd genannt. Und die Leute kamen und guckten. Und lauschten. Und klatschten. Und aßen und tranken. Lachende und glückliche Gesichter von jung bis alt prägten am Sonnabend die Atmosphäre am Kloster Buch.

Das Publikum in Klosterbuch war vom vielschichtigen Programm vom Blech rundum begeistert.

Quelle: Gerhard Dörner

Klosterbuch. „Gugge ma“ hat der Mittelsächsische Kultursommer das Musik- und Familienfest am Kloster Buch auffordernd genannt. Und die Leute kamen und guckten. Und lauschten. Und klatschten. Und aßen und tranken. Bereits direkt zu Beginn am Sonnabendmittag zeigte sich der Klosterhof bestens gefüllt. Zur Eröffnungsdarbietung der Roßweiner Spielleute wurde der Platz an den zahlreichen Biergarnituren immer knapper, während es sich andere direkt im Schatten der ausladenden Bäume im Klosterhof bequem machten und die Roßweiner mit ihren Trommeln, Querflöten, Becken und Xylophonen mit Applaus belohnten.

Daneben nahm auch der Rest des Festes Fahrt auf. Während die Spielleute die letzten Takte spielte, sorgten die Wurzener Stadtmusikanten im Biergarten neben dem Abthaus für die nächste Menschentraube. Mit fideler Geige, Flöte, Kontrabass und Gitarre im Anschlag gab die Truppe lockere, an Robin Hoods Zeiten angelehnte Texte in Liedform zum besten.

Doch nicht nur Musik lockte die Menschen zum Kloster Buch. Auch zahlreiche Händler mit allerlei Handgemachtem waren auf dem Gelände zu finden. Darunter auch Anita Irmer aus Weißenberg in der Oberlausitz. „In der Heimat nennen mich alle Papiermarie.“ Das kommt nicht von ungefähr, sondern trifft den Nagel auf den Kopf. Seit etwa 18 Jahren stellt sie ihre „handgeschöpften Papierfantasien“ her. Mit einer Mischung aus Papierbrei und getrockneten Blüten verziert sie allerlei Dinge – von Bilderrahmen über Fotoalben und Tagebüchern bis hin zu Postkarten. Wie das funktioniert, zeigte Irmer Schritt für Schritt an ihrem kleinen Stand. Den Brei mischt sie aus Wasser und alten Lebensmittelverpackungen. „Der wird dann mit Moos, Roter Bete oder worauf ich gerade Lust habe eingefärbt.“ Getrocknete Blüten von etwa Hortensien, Goldfelberich, Fenchelkraut „und allem was die Natur zu bieten hat“ sorgen schließlich für die Fantasie in der klebrigen Masse. Die schöpft sie nur noch mit dem Sieb ab und legt das Material zum Trocknen aus. Welche Muster dabei entstehen, ist völlig zufällig. Das macht jedes ihrer Papierfantasien zu einem unverwechselbaren Einzelstück.

Noch mehr Handwerk gab unter anderem auch in der Schauwerkstatt des Klosters zu sehen. An Claudia Behnischs Drehbank konnten die Kleinen eigene Kreisel aus Kirschholz Drechseln. „An solchen Tagen habe ich einfach mehr Zeit und da können sich alle gerne ausprobieren“, verriet die Frankenberger Drechslermeisterin, die ihr Können sonst an Dresdner TU-Studenten weitergibt.

Und während drinnen die Späne flogen hallte draußen „Ich bin mein eigener Chef und ich ordne mir hiermit an: einen Kaffee und ’ne Kippe und dann mache ich die Beine lang“ über den Klosterhof. Damit sorgte die Werkstattband „Endlich Feierabend“ der Riesaer Diakonie endgültig für ausgelassene Wochenendstimmung. Die Tanzperlen des Zschopaustals ließen sich im Anschluss die steigenden Temperaturen nicht anmerken und verzauberten ihr Publikum mit einem bunten Tänze-Potpourri.

Mit dieser Mischung schienen die Veranstalter direkt ins Schwarze getroffen zu haben. Lachende und glückliche Gesichter von jung bis alt prägten am Sonnabend die Atmosphäre am Kloster Buch.

Von André Pitz

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