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Döbeln Großweitzschen: Immer mehr wilder Müll
Region Döbeln Großweitzschen: Immer mehr wilder Müll
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11:26 17.02.2016
Solche wilden Müllhalden sind in Straßengräben und in der Nähe von Bushaltestellen immer wieder zu sehen.  Quelle: André Kempner (Archiv)
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Großweitzschen

 Illegale Müllhalden beschäftigen die Gemeindeverwaltung Großweitzschen seit Jahren regelmäßig. Immer wieder ruft Bürgermeister Ulrich Fleischer im Amtsblatt dazu auf, Elektroschrott und Sperrmüll in die dafür vorgesehenen Wertstoffhöfe zu bringen und wilde Ablagerungen der Gemeinde oder dem Landratsamt zu melden. Kleiner ist das Problem dennoch nicht geworden. „Es ist eine Entwicklung zu sehen, seitdem die Wertstoffhöfe eingeführt wurden“, sagt Fleischer. „Früher wurde Elektroschrott in der Gemeinde jeden Mittwoch und Sonnabend angenommen. Seitdem das nicht mehr geht, häuft sich der Müll in Straßengräben und in der Nähe von Bushaltestellen“, ärgert sich Fleischer.

Ein beliebtes Ziel für illegale Ablagerungen ist die Bushaltestelle auf dem Eichardt an der Staatsstraße 34. „Dort ist es nicht immer belebt und es ist leicht, ganze Autohängerladungen dort auszukippen“, berichtet Fleischer. Auch unter der Autobahnbrücke der A 14 und an der früheren Straße nach Gallschütz ist häufig Müll zu finden. Gleich säckeweise stehe er auch oft an den Mückenbäumchen an der Straße nach Mockritz. „Man kann schon sagen, dass es regelmäßige Hinweise gibt über Autoreifen oder auch Überreste von Renovierungen“, sagt Fleischer.

Wird die Gemeinde darüber informiert, muss der Bauhof ausrücken und den Schaden beseitigen. „Das kostet zeit und rund 2000 Euro pro Jahr“, stellt der Bürgermeister fest. Geld, dass die Gemeinde auch gut anderswo einsetzen könnte. Bei größeren Ablagerungen wird das Landratsamt informiert, welches auch den Tätern nachgeht. Zwar gelingt es nur selten, diese zu ermitteln, manchmal helfen sie aber unfreiwillig mit, wenn sich Bequemlichkeit und Nachlässigkeit begegnen: „Es gab schon Fälle, wo sich Täter über Kontoauszüge im Müll selbst verraten haben“, erzählt Fleischer.

Von Sebastian Fink

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