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Großweitzschen: Ohne Kredit kein schnelles Internet

Entscheidung über eine Million Euro teuren Breitbandausbau erst im Juli Großweitzschen: Ohne Kredit kein schnelles Internet

Voraussichtlich erst Ende Juli wird der Großweitzschener Gemeinderat über den geförderten Breitbandausbau entscheiden. Eine Umfrage unter Anwohnern soll im Amtsblatt Ende Juni erscheinen. Stimmen die Räte zu, müsste zumindest ein Teil der knappen Million Euro per Kredit finanziert werden, sagte Bürgermeister Ulrich Fleischer.

Teure Zukunftsperspektive: Mit dem Glasfaserausbau bis in jedes Haus wäre die Gemeinde Großweitzschen für folgende Generationen gut aufgestellt. Doch das kostet fast eine Million Euro.

Quelle: dpa

Großweitzschen. Es war ein kleiner Schock für viele Großweitzschener Gemeinderäte als sie am Dienstagabend vor der eigentlichen Sitzung die Kosten für den Glasfaserausbau von rund 980 000 Euro präsentiert bekamen (die DAZ berichtete). Angesichts der hohen Summe will sich die Gemeinde nun Zeit nehmen, um alle Fragen zu klären. Vor allem, weil eine Umfrage unter den Anwohnern, ob das schnelle Internet gewünscht ist, erst im Amtsblatt Ende Juni veröffentlicht werden kann, deren Ergebnisse aber in die Entscheidung mit einfließen sollen, wird diese wohl erst in der Sitzung Ende Juli fallen. „Es hängt auch davon ab, wie schnell die anderen Fragen beantwortet sind. Wir werden die Sommerpause eher im August einlegen. Im Juli gibt es auch noch Bauleistungen im Rahmen des Investkraftstärkungsgesetzes zu vergeben“, sagte Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos) der DAZ.

Währenddessen holt die Verwaltung weitere Informationen beim Breitband-Kompetenzzentrum des Freistaates ein. Dabei geht es um die Abschreibungskosten, die auf die Kommune zukämen, sollte man sich für den geförderten Ausbau entscheiden. „Wir wollen wissen, wie lange beschäftigt uns die Finanzierung“, erklärte Fleischer.

Dass Großweitzschen nicht die gesamte Summe aus Eigenmitteln aufbringen kann, bestätigte er: „Eine Million Euro würde unsere Rücklagen zu sehr strapazieren. Wir würden handlungsunfähig werden und könnten Gemeindeprojekte auf Jahre hinaus vergessen.“ Daher wird zumindest ein Großteil der Summe per Kredit aufgebracht werden.

Eine Beteiligung der Anwohner, wie von Stadtrat Arne Philipp ins Spiel gebracht, würde Fleischer selbst bei Förderunschädlichkeit ablehnen. „An anderer Stelle werden Anwohner eher entlastet, zum Beispiel bei Straßenausbaubeträgen“, meint er. Da würde eine Breitbandgebühr nicht so recht passen.

Die Tendenz der Ratsmehrheit zum teureren Glasfaserausbau (FTTP) begrüßt das Gemeindeoberhaupt. „Das ist eine vernünftige Herangehensweise. Warum sollte man erst mit einer Schmalspurvariante anfangen?“, meint er. Dennoch bleibe der Richtfunk zumindest für einzelne, abgelegene Höfe im Gemeindegebiet eine Alternative. Doch auch hier muss erst geprüft werden, ob dies die Förderung beeinträchtigen würde.

Von Sebastian Fink

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