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Großweitzschen stellt Förderantrag

Schnelles Internet Großweitzschen stellt Förderantrag

Beim Internetausbau setzen die Gemeinden Großweitzschen und Zschaitz-Ottewig nicht allein auf das Förderprogramm sondern suchen gemeinsam nach Alternativen.

Die Gemeinde Großweitschen beantragt Fördegreld für den Ausbau des schnellen Internets. Da kommen jede Menge halbe Tausender zusammen.

Quelle: picture alliance / dpa

Grossweitzschen. Die Gemeinde Großweitzschen beantragt Fördermittel für den Ausbau der Breitbandversorgung. Das beschlossen die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung. Damit entschied sich die Gemeinde für den gleichen Weg wie auch schon die Nachbarn aus Ostrau. Demnach wolle man die Fördermittel grundsätzlich erst einmal beantragen. Sollte der Antrag dann bewilligt werden, könne die Gemeinde immer noch einen Rückzieher machen.

Aktuell werde ein Breitbandausbau zu 90 Prozent gefördert. Zehn Prozent müsse die Gemeinde aus eigener Tasche zahlen. In Zahlen bedeutet das: rund 980 000 Euro, die Großweitzschen zahlen müsste. Ändert sich an den Fördermodalitäten nichts, müsste die Gemeinde allem Anschein nach auf den Breitbandausbau mittels Glasfaserkabel verzichten. Trotzdem stellt die Gemeinde den Förderantrag nun. „Ich denke, wir stellen auf alle Fälle den Förderantrag, vielleicht gibt es ein Umdenken der Staatsregierung und es gibt doch irgendwann 100 Prozent Förderung“, so Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos). Wichtig sei es, erst einmal im Förderkreis zu verbleiben. „Einen Fuß in der Tür lassen“, formulierte es Fleischer. Wohlwissend, dass die knappe Million an Eigenanteilen nicht realisierbar wäre. So oder so: Die Frist, Fördermittel zu beantragen, läuft Ende September dieses Jahres aus. Eine Entscheidung musste her.

Parallel schaute sich die Gemeindeverwaltung nach Alternativen um. Gespräche mit seinem Ostrauer Amtskollegen Dirk Schilling (CDU), der dem letzten Gemeinderat beiwohnte, gab es. Im Raum steht nun eine Breitbandversorgung mittels Richtfunk, wie es ihn jetzt in Hartha und Waldheim gibt (DAZ berichtete). Ein Verfechter dieser Funklösung ist Gemeinderat Jörg Ulmitz. „Ich bin gegen diese aufwendigen Bauarbeiten, die bei einem Glasfaserausbau unausweichlich wären. Auch wenn ich für ein flächendeckendes Netz bin, wir sollten den Telekommunikationsanbietern kein Geld in den Rachen stecken“, sagt er. Ende August kommen die drei Gemeinden Großweitzschen, Ostrau und Zschaitz-Ottewig an einen Tisch, um sich vom Unternehmen MiSaxNet die Alternative des Richtfunks vorstellen zu lassen. „Wir sollten uns vor der Funklösung nicht verschließen“, appellierte das Gemeindeoberhaupt.

Dass etwas in Sachen Breitbandausbau passieren muss, ist allen Beteiligten klar. Eine Umfrage, die im Amtsblatt der Gemeinde Großweitzschen veröffentlicht wurde, kam zu einem eindeutigen Ergebnis: „Der Bedarf ist vorhanden, auch in den kleineren Ortsteilen“, berichtet Ulrich Fleischer. Sein Amtskollege Dirk Schilling ergänzte: „Wir auf dem Land dürfen den Anschluss in Sachen Breitband nicht verlieren. Wir müssen uns auch nach Alternativen umsehen, denn Wunder vom Land zu erwarten, das habe ich mir abgewöhnt.“

Von Stephanie Helm

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