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Döbeln Großweitzschen stimmt Bau von Funkmast zu
Region Döbeln Großweitzschen stimmt Bau von Funkmast zu
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20:01 03.04.2018
Der Großweitzschener Gemeinderat hat den Weg für den Bau eines neuen Funkmastens im Mockritzer Gewerbegebiet frei gemacht. Quelle: dpa
Mockritz/Grossweitzschen

Es war eine der großen Debatten im Großweitzschener Gemeinderat 2017: Im September stand der Verkauf des letzten großen Bauareals der Gemeinde im Gewerbegebiet Mockritz an das Döbelner Verpackungsunternehmen Transpak auf der Tagesordnung. Die Sache hatte neben der Kritik einiger Räte am Kaufpreis von 13 Euro pro Quadratmeter – rund 421 000 Euro – einen Haken: Weil auf einem Teil der Fläche der Mobilfunkanbieter Vodafone für den Bau eines neuen Funkmastens bereits Baurecht erwirkt hatte, musste die Kommune dem Unternehmen eine Ersatzfläche im Gewerbegebiet anbieten.

Der damals frisch ins Amt gerutschte kommissarische Bürgermeister Jörg Burkert und sein Stellvertreter Sven Krawczyk überzeugten die Verantwortlichen bei Vodafone von einem Flächentausch. Der kostete die Gemeinde allerdings rund 10 000 Euro für die Umplanung des Mastens, was in der Sitzung hohe Wellen schlug.

Hochspannungsleitung kein Problem

In der vergangenen Woche war nun die Stellungnahme des Gemeinderates zum Bauantrag für den Masten gefragt. „Wir haben den Antrag mehrfach vor uns gehabt und müssen unsere Meinung für das Landratsamt abgeben. Vodafone pachtet 500 Quadratmeter Fläche im Gewerbegebiet, um den Masten zu bauen“, erläuterte Burkert den Räten.

Weil hinter dieser Fläche noch 5000 Quadratmeter Bauland frei sind, wird eine Zufahrt zu diesem Grundstück gewährt. Ratsmitglied Jörg Ulmitz sorgte sich um die sehr nahe vorbeiführende Hochspannungsleitung. „Das wird so ausgemessen sein, dass es passt“, verwies Burkert auf die Fachleute, die die Planung übernommen haben.

Ähnlich wie der Mast in Zschepplitz

Gegenüber der DAZ ergänzte der Bürgermeister, dass der Mast äußerlich dem in Zschepplitz ähneln werde. Konzipiert sei er als Stahlgittermast. Einen Zeitpunkt für den Aufbau gebe es derzeit noch nicht. Zunächst müsse das Landratsamt dem Bauantrag zustimmen.

Auf dem Weg dahin war die Stellungnahme der Gemeinde nur ein Zwischenschritt. Die Räte stimmten dem Bau mit nur einer Gegenstimme des CDU-Bürgermeisterkandidaten Sebastian Wloch zu, der das Vorhaben schon im September am schärfsten kritisiert hatte.

Transpak-Umzug noch ohne Termin

Ebenfalls noch keinen Termin gibt es für den Umzug der Döbelner Transpak auf ihre neue 3,24 Hektar große Fläche. Auf Anfrage der DAZ teilte der Döbelner Geschäftsleiter Olaf Walter mit, dass es noch keinen offiziellen Termin für einen Baustart oder den Umzug gebe. „Wir melden und zu gegebenem Zeitpunkt“, sagte Walter. Grundsätzlich stehe das Vorhaben jedoch nicht in Frage.

Im September hatte der Gemeinderat dem Verkauf der Gewerbefläche auch unter dem zeitlichen Druck zugestimmt, dass Transpak ansonsten woanders hin ziehen könnte. Seither hat sich jedoch nichts getan.

Von Sebastian Fink

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