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Döbeln Großweitzschen stimmt Errichtung zu: Vodafone-Mast kommt nach Gallschütz
Region Döbeln Großweitzschen stimmt Errichtung zu: Vodafone-Mast kommt nach Gallschütz
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18:00 03.05.2016
Die Sorge vor der Mobilfunkstrahlung sowie die Sichtbehinderung in der Nähe von Wohngebieten sorgen für Ablehnung von neuen Mobilfunkmasten bei Anwohnern. Quelle: copyright by Oliver Boehmer - bluedesign®
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Großweitzschen/Gallschütz

Mobilfunkanbieter Vodafone darf nach dem Willen der Mehrheit der Großweitzschener Gemeinderäte einen neuen Sendemast mit Funktechnik ins Gewerbegebiet nahe Gallschütz stellen. Obwohl das Landratsamt über den Bauantrag entscheidet und die Gemeinde lediglich um eine Stellungnahme zu dem Vorhaben gebeten worden war, entbrannte darum erneut eine leidenschaftliche Debatte. Schon in der Sitzung im Februar hatten die Räte die Entscheidung über ihre Zustimmung verschoben, weil viele Punkte wie die Strahlungsstärke, die von einem Sende ausgeht sowie die Frage, ob Vodafone auch bestehende Masten mit nutzen bzw. den eigenen zweitverpachten würde, unklar waren. In Gallschütz steht bereits ein Mobilfunkmast von E-Plus. Dieser soll nach dem Willen von Anwohnern und Räten verschwinden, der Anbieter stattdessen mit auf den neuen Vodafone-Mast wechseln.

„Wir haben unsere Bedenken an Vodafone und E-Plus weitergeleitet. Bei der Frage der Mitbenutzung haben wir von E-Plus die Mitteilung bekommen, dass deren Mast noch nicht abgeschrieben ist, obwohl Vodafone angeboten hat, ihren Mast mit zu benutzen“, erklärte Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos). Vodafone wiederum könne den E-Plus-Masten aus statischen Gründen nicht mitnutzen. Grundsätzlich sei die Möglichkeit, dass E-Plus seinen Mast aufgebe ausgeschlossen, meinte Sven Krawczyk. „Sonst müssten die bei Vodafone Pacht zahlen.“

Sebastian Wloch, der selbst in Obergoseln wohnt, ist nach wie vor gegen die Errichtung. „Das ist für das Erscheinungsbild des Ortes nicht positiv“, sagte er und erhielt Unterstützung von Gemeinderätin Susann Munz. „Viele Leute reagieren auf die Strahlung sehr negativ. Man sollte sie dem nicht zusätzlich aussetzen“, so ihre Meinung.

Doch angesichts der schwachen Internetversorgung im Gewerbegebiet sowie des immer wieder schwankenden Mobilfunkempfangs gab es auch positive Stimmen zur geplanten Errichtung des 50-Meter-Mastes. „In Westewitz gibt es derzeit gar keinen Handyempfang. Man merkt erst dann, was fehlt, wenn man es nicht mehr hat“, sagte Krawczyk.

Eine Entscheidung musste nun allerdings fallen, wie Bürgermeister Fleischer betonte. Denn ohne Aussage der Gemeinde ginge das Landratsamt von einer stillschweigenden Zustimmung der Kommune aus. Dazu kam es nicht. Mit zwei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen, stimmten die Räte für den Bau.

Von Sebastian Fink

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