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Großweitzschens Bürgermeister räumt Fehler ein

Ulrich Fleischer zum Rücktritt Sommerfelds Großweitzschens Bürgermeister räumt Fehler ein

Nach dem DAZ-Interview mit dem zurückgetretenen Großweitzschener Wehrleiter Dietmar Sommerfeld, meldet sich nun Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos) zu Wort: Er räumt Kommunikationsfehler ein, sieht das neue Zugfahrzeug dennoch als Geschenk an. Für den ungenehmigten Einsatz wurden Bußgeldstrafen verhängt.

Dietmar Sommerfeld bleibt beim Rücktritt, will aber weiter in der Mockritzer Ortswehr aktiv sein.

Quelle: Sven Bartsch (Archiv)

Großweitzschen. Nach den Vorwürfen des zurückgetretenen Großweitzschener Gemeindewehrleiters Dietmar Sommerfeld im DAZ-Interview vergangene Woche, meldet sich nun Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos) zu Wort. Er wolle einige Dinge richtigstellen – so zum Beispiel stimme es nicht, dass Teile des Gemeinderats nichts vom neuen Zugfahrzeug in Westewitz – dem Hauptgrund für Sommerfelds Demission – gewusst hätten. Auch habe die Gemeinde in diesem Jahr nicht vorgehabt, die Beschaffung eines neuen Zugfahrzeugs für die Westewitzer Wehr anzugehen. „Wir haben der Feuerwehr 2015 nicht ganz unerhebliche Mittel bereitgestellt“, schickt Fleischer voraus. Allein 290 000 Euro habe das neue Tanklöschfahrzeug für die Ortswehr Mockritz gekostet. „Das ist als Geschenk zu betrachten. Auch den Gallschützern haben wir mit dem Löschfahrzeug LF16 ein Geschenk gemacht, indem wir das aus Mockritz dorthin umbesetzt haben. Für dieses Jahr hat es keine Überlegungen gegeben, ein neues Fahrzeug zu beschaffen.“

Dies habe Wehrleiter Sommerfeld im November innerhalb der Wehr auch so angekündigt, woraufhin die Westewitzer Kameraden ihre laufenden Bemühungen um ein Zugfahrzeug für den Schlauchbootanhänger intensivierten. Letztlich stellte einer von ihnen ein Firmenfahrzeug zur Verfügung, das durch Sponsoren und Spenden umgerüstet und umlackiert und am 18. Dezember der Gemeinde als Geschenk übergeben wurde. Dass Sommerfeld davon erst zufällig zwei Tage später erfuhr, nimmt Fleischer auf seine Kappe. „Dass in dem Zuge Kommunikationsfehler gemacht worden sind, will ich gern zugeben“, sagt er. „Wenn man ein Geschenk machen will, noch dazu in der Vorweihnachtszeit, dann geht man damit nicht von Haus zu Haus.“ Den Fehler, Sommerfeld nicht vor der Übergabe unterrichtet zu haben, habe er dem Wehrleiter sofort nach dessen mündlich eingereichtem Rücktritt gestanden.

Die unberechtigte Nutzung des neuen Fahrzeugs bei einem Einsatz am 20. Dezember in Westewitz habe inzwischen rechtliche Konsequenzen für die Beteiligten gehabt. „Es wurden von der Gemeinde Bußgeldstrafen erhoben“, berichtet Fleischer. Inzwischen sei die Gemeinde Halter des Fahrzeugs, dass nun mit allen Gutachten und behördlichen Genehmigungen voll einsatzfähig sei.

Der ebenfalls ohne Sommerfelds Wissen vorgenommene Austausch der Schlösser am Gerätehaus in Westewitz sei laut Fleischer schon Mitte 2015 wegen eines technischen Defekts am Schloss geschehen. „Ich übernehme die Verantwortung dafür, dass nicht alle Verantwortlichen den Schlüssel hatten“, sagt Fleischer und kündigt für die Zukunft eine offenere Kommunikation in der Gemeindewehr an: „Über alle Entscheidungen der Wehren soll im Feuerwehrausschuss konstruktiv beraten werden, um die Entscheidungen auf eine breite Basis zu stellen.“

Über den Rücktritt Sommerfelds bringt Fleischer sein Bedauern zum Ausdruck: „Ich schätze die Arbeit von Herrn Sommerfeld sehr und hätte es für besser erachtet, wenn man nach den anfänglichen Emotionen noch einmal miteinander spricht.“ Am 18. März wird nun der Nachfolger gewählt. Alles spricht für den derzeitigen kommissarischen Leiter Lukas Gruhl.

Von Sebastian Fink

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