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Döbeln Grunau: Kleine Siedlung für große Autos unerreichbar – das soll sich ändern
Region Döbeln Grunau: Kleine Siedlung für große Autos unerreichbar – das soll sich ändern
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15:08 17.05.2017
Es geht knapp zu unter der Brücke. Quelle: Olaf Büchel
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Grunau


Bei einer Radtour am Dienstagabend nahmen die Ortschaftsräte die Niederstriegiser Ortsteile Hohenlauft und Grunau genauer unter die Lupe. Einen längeren Stopp legten sie an einer Siedlungszufahrt in Grunau ein, die viel zu klein für große Liefer- und Entsorgungsfahrzeuge ist.

Die Bewohner der so genannten Meisterhäuser in Grunau und der anderen Grundstücke Am Bahndamm 1 bis 6 brachten viele Jahre lang Geduld auf. Nun soll aber endlich etwas passieren. Das Problem: zu der kleinen Siedlung gibt es eine einzige Zufahrt und diese ist aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sehr eng bemessen. Auf einer Seite durch den Mühlgraben, auf der anderen Seite und nach oben durch die Eisenbahnbrücke der längst ausgedienten Strecke Roßwein-Hainichen. Ein Pkw passt da ganz gut durch, anders sieht es mit Ver- und Entsorgungsfahrzeugen oder bei Rettungseinsätzen aus. „Ein Löschfahrzeug passt da nicht durch“, sagte ein Anwohner und der Niederstriegiser Ortswehrleiter Michael Hengst musste zustimmen. Selbst ein Rettungsfahrzeug habe sich jüngst die Antenne abgefahren. Gar nicht zu reden von einem Möbelauto, von der Müllabfuhr oder vom Heizöl-Laster. „Die Anwohner müssen die Mülltonnen vor zur Straße bringen“, weiß der stellvertretende Ortsvorsteher Steffen Zaspel. „Ein W 50 passt gerade mal noch durch. Aber wie lange gibt es noch W 50“, ergänzt Ortschaftsrat Jens Funke, der damit auf die immer größere Fahrzeugtechnik unserer Tage hinweist.

Die gute Nachricht: im Roßweiner Haushalt sind für eine verbesserte Zufahrt der Grunauer Meisterhäuser 5000 Euro eingestellt – für das Jahr 2018. Das bestätigte Kämmerin Heidi Roßberger auf Anfrage. Zu klären ist allerdings noch, wie die Zufahrt einmal aussehen soll. Für die Ortschaftsräte ist das relativ klar: den alten Bahndamm und die Bordsteine davor absenken und einen geschotterten Weg anlegen. Diese würde die knifflige Brückendurchfahrt umgehen und dann wieder auf die Siedlungsstraße Am Bahndamm münden. Es gibt auch die Idee, einen kompletten Durchbruch zu schaffen und den Weg eben anzulegen. Dann müsste die Stelle im Ernstfall aber mit einem mobilen Flutschutz zu schließen sein, sagen die Anwohner. Denn der Bahndamm schütze im Hochwasserfall vor den Striegisfluten.

Welche Variante letztlich auch gewählt wird: die Ortschaftsräte sind der Auffassung, dass die Umsetzung unkompliziert möglich ist, auch weil es sich um kommunales Land handelt, auf dem der Weg gebaut werden soll. Einen öffentlichen Status soll die Überfahrt laut Ortschaftsrat Eugen Kunze nicht erhalten. Vielmehr soll der Weg dem Lieferverkehr, Ver-, Entsorgungs- und Einsatzfahrzeugen vorbehalten bleiben.

Von Olaf Büchel

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