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Grunauer haben schon wieder eine Vollsperrung vor der Nase

Straßen- und Brückenbau Grunauer haben schon wieder eine Vollsperrung vor der Nase

Im Raum Roßwein werden zurzeit Straßen, Wege, Brücken und Durchlässe gebaut, was das Zeug hält. Allerdings sind damit auch Einschränkungen verbunden. So haben die Grunauer schon wieder eine Vollsperrung vor der Nase. In Roßwein versuchen Geschäftsleute die Kundschaft trotz Straßenbau bei der Stange zu halten.

Die Brücke über die Striegis zwischen Grunau und Etzdorf ist gesperrt.

Quelle: Sven Bartsch

Region Rosswein. Im Raum Roßwein werden zurzeit Straßen, Wege, Brücken und Durchlässe gebaut, was das Zeug hält. Allerdings sind damit auch Einschränkungen verbunden. So haben die Grunauer schon wieder eine Vollsperrung vor der Nase. In Roßwein versuchen Geschäftsleute die Kundschaft trotz Straßenbau bei der Stange zu halten.

Wie waren die Grunauer im vorigen Jahr froh, dass nach jahrelanger Sperrung endlich wieder freie Fahrt in Richtung Etzdorf herrschte. Damit ist es nun schon wieder vorbei. Die Striegisbrücke zwischen beiden Ortschaften ist voll gesperrt. Der Freistaat lässt das über 140 Jahre alte Naturstein-Bauwerk für rund 300 000 Euro umfangreich sanieren. Hat es doch in den letzten Jahren ganz schön gelitten. Wegen Umleitungen rollte immer mehr Verkehr über das Bauwerk. Mindestens bis Jahresende sollen die Arbeiten und damit die Vollsperrung dauern.

Auch nach Böhrigen können die Grunauer nicht auf direktem Wege gelangen. Die Talstraße entlang der Striegis ist ab der Kreuzung ebenfalls gesperrt. Die Straße bekommt einen neuen Belag, zuvor müssen die Tiefbauer Kanäle und Leitungen verlegen, was dauert. Immerhin: „Ab Mitte September“, so ein Bauarbeiter, „soll die Straße zumindest für den Schulbusverkehr wieder frei sein.“

Von flüssigem Verkehr zwischen Grunau und Niederstriegis kann man gerade auch nicht sprechen. An der Klippe am Ortsausgang steht eine Ampel, weil Sicherungsarbeiten am Felsen erfolgen. „Hier war Gefahr im Verzug. Oben haben sich Steine gelöst. Deshalb klettern wir noch mal alles ab und lösen lockeres Gestein“, sagt ein Mitarbeiter der beauftragten Firma. Eine Vollsperrung ist an dieser Stelle zum Glück nicht erforderlich. Am Donnerstag soll dann die Ampel wieder verschwinden.

In Roßwein kämpfen indes die Inhaber der beiden Hauptgeschäftsstraßen um ihre Kundschaft. Während die Döbelner Straße zwischen Markt und Poststraße wegen grundhaften Ausbaus komplett dicht ist, mündet die Dresdner Straße aus dem gleichen Grund in einer Sackgasse. „Wir haben geöffnet! Alle Geschäfte frei zugänglich!“, steht auf einem großen Transparent in Höhe Sperrzaun. Optiker Schrambke bietet sogar Baustellenrabatt an. Hier sollen die Arbeiten auch bis Dezember dauern. Die Kreuzung an der Sparkasse ist eventuell früher befahrbar.

Freie Fahrt herrscht seit gestern wieder zwischen Naußlitz und Ossig beziehgungsweise zwischen Autobahnunterführung und Ossig. Für einen besseren Schutz vor Überflutung haben die Bauleute Gräben ausgehoben, diese mit Natursteinen ausgesetzt und vorhandene Terrassierungen erneuert. Ein Durchlass ist neu entstanden. „Bestehende Durchlässe wurden freigeräumt, die Einläufe erneuert, so dass bei starken Niederschlägen das Wasser wieder besser ablaufen kann“, sagte Roßweins Bauamtsleiterin Petra Steurer. Sie begutachtete gestern Vormittag mit Planer Olaf Weidauer die Arbeiten, in deren Zuge die Kreuzung an der Ossiger Sandgrube eine neue Schwarzdecke erhielt.

Voran gehen die Arbeiten ebenfalls an der Brücke Zum Bahnhof in Gleisberg. Der Stahlbetonrahmen ist gesetzt. Mitte oder Ende nächster Woche soll laut Auskunft des Bauleiters vor Ort die Bitumendecke aufgebracht werden. Zurzeit setzen die Arbeiter Natursteine am Übergang zwischen Brücke und natürlichem Uferbereich. Das Problem mit den Stromkabeln, die bei den Baggerarbeiten am Bach aufgetaucht waren, lösen gerade Mitarbeiter von Mitnetz und von Bauer Elektroanlagen.

Von Olaf Büchel

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