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Döbeln Gute Ernte 2017 trotz Turbulenzen im April
Region Döbeln Gute Ernte 2017 trotz Turbulenzen im April
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09:00 28.08.2018
Eine Sortieranlage durchleuchtet bei der Obstland AG mittels Nah-Infrarot-LED die frisch geerntete Früchte. Sie ist die größte Investition im Geschäftsjahr 2017. Quelle: Andreas Döring
Leisnig/Dürrweitzschen

Sechs Millionen Euro hat die Obstland Dürrweitzschen AG im Geschäftsjahr 2017 investiert – Tendenz zum Vorjahr: steigend. 2016 waren es 5,3 Millionen Euro. Allein drei Millionen Euro flossen in eine moderne Obstsortieranlage. Zudem wurde unter anderem eine neue Lagerhalle in Leisnig gebaut.

Am 25. August trafen sich die Aktionäre der Obstland Dürrweitzschen AG zur 27. ordentlichen Hauptversammlung im Congress Center Leipzig auf der Leipziger Messe. Der Vorstand legte Rechenschaft über das Berichtsjahr 2017 ab und gab einen Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung des traditionsreichen sächsischen Obstbau-Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr 2018. Derzeit, unter den Bedingungen hohen Personaleinsatzes zur Erntezeit, zählt das Unternehmen um die 380 Mitarbeiter.

Mitten in der Umstellung auf Bio

Unternehmensstrategisch setzt die Obstland Dürrweitzschen AG auf die Entwicklung hin zu einem wachsenden Anteil an Bio-Produktion. Die Umstellungszeit der Anbauflächen laufen bereits. Für Obst sind dafür gesetzlich vorgeschrieben drei Jahre nötig, für Getreide zwei Jahre. Von insgesamt 2261 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche sind rund 690 Hektar dem Anbau von Bio-Erzeugnissen gewidmet, also bisher etwa ein Drittel.

Auf rund 300 Hektar wird Feldbau betrieben, auf knapp 400 Hektar Obstbau. Bio-Anbau soll weiter ausgeweitet werden, gemäß einer Vision von Vorstand Jan Kalbitz: Er wünscht sich, die Marke Sachsenobst möge eines Tages vollständig als Bio-Marke wahrgenommen werden. Das Unternehmen verfolgt dieses Ziel konsequent weiter. Die nötigen Zertifizierungen auf EU-Ebene sind beantragt beziehungsweise erteilt. Für die Vermarktung von Bio-Obst fließt eine der größten Investitionen im aktuellen Geschäftsjahr in eine moderne Bioverpackungslinie, um den gesetzlichen Richtlinien dafür gerecht zu werden.

Wie von der Verwaltung des Unternehmens vorgeschlagen, beschlossen die anwesenden Anteilseigner und Stimmrechtsvertreter am Sonnabend zudem eine Dividendenausschüttung in Höhe von 198 007 Euro. Das entspricht 50 Cent je bezugsberechtigter Aktie. Zudem wurden die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates für ihre anteilige Amtszeit im Berichtsjahr entlastet. Abschließend wurde der Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 gewählt.

Erfolgreiches Jahr trotz des Frostes

Rund 100 persönlich anwesende Anteilseigner und Stimmrechtsvertreter sowie weitere rund 200 Aktionärsvertretungen des größten unter einheitlicher Führung stehenden deutschen Obstbauunternehmens – damit insgesamt mehr als ein Drittel vertretenes Kapital – waren am 25. August angereist, um den Bericht des Vorstands über den Verlauf des zurück liegenden Geschäftsjahres 2017 und die Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres entgegen zu nehmen.

In ihrem Rechenschaftsbericht verwiesen die beiden zum 1. Juli des Vorjahres bestellten Vorstandsmitglieder, Jan Kalbitz und Mathias Möbius, darauf, dass die Obstland-Gruppe trotz der europaweiten frostigen Wetterturbulenzen zum Ende der zweiten Aprildekade und der daraus allerorten erwachsenen Mindermengen-Obsternte dennoch auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2017 zurückblicken kann.

Wie es im Geschäftsbericht weiter heißt, sei es gelungen, sowohl die gesetzten monetären Ziele in den meisten Positionen zu erreichen als auch wichtige strategische Weichen zu stellen.

Konzernergebnis über Vorjahresresultat

Im „Sächsischen Obstland“ würden sich die frostbedingten Verluste im Vergleich mit anderen deutschen Obstbaugebieten in Grenzen halten, vor allem durch eine Portion Glück, aber auch durch die Einleitung geeigneter und zugleich kurzfristig möglicher Frostschutzmaßnahmen.

In Summe, so geht es aus dem Geschäftsbericht hervor, blickt die Obstland-Unternehmensgruppe auf einen mit 530 703,09 Euro zu beziffernden Jahresüberschuss zurück. Das Konzernergebnis liegt damit 31,5 Prozent über dem Jahresresultat für das vorangegangene Geschäftsjahr.

Die Aktionäre und Stimmrechtsvertreter belohnten die Verwaltung der Gesellschaft in den Beschlussfassungen der Hauptversammlung mit einem überwältigenden Mehrheits-Votum für die Beschlussvorschläge zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und sich selbst mit der Zustimmung zur Dividenden-Zahlung.

Von Steffi Robak

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