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HSG Neudorf-Döbeln: Erster Sieg für "neuen" Trainer

HSG Neudorf-Döbeln: Erster Sieg für "neuen" Trainer

Neues Jahr, neues Glück - neuer Trainer, erster Sieg. Naja, ganz so neu ist er ja nicht, doch gestern feierte Sven Kretzschmar erstmals als hauptverantwortlicher Coach einen Sieg mit den Sachsenligisten der HSG Neudorf-Döbeln.

Döbeln.

 

 

 

 

Seit zweieinhalb Jahren Co-Trainer der ersten und Coach der zweiten Neudorf-Döbelner Männermannschaft, begleitet Sven Kretzschmar nun eine Doppelrolle. "Es ist die rustikale Lösung, die wir gesucht haben", sagte HSG-Vereinschef Peter Händler gestern Abend vor dem prestigeträchtigen Duell gegen den HVH Kamenz. Dass man am Ende des Spiel noch würde feiern können, war allerdings lange nicht absehbar. Deutlich zu spüren von der ersten Minute an: der Ausfall von Sebastian Blech und Marcel Schumann. Mit jenen fehlten zwei Spieler, die in alle Angriffsvarianten der Neudorf-Döbelner eingebunden sind. Entsprechend schwer hatte es die HSG-Sieben gestern. Von Spielfluss in der ersten Hälfte war nicht zu reden. Kamenz ließ sich nicht lange bitte und ging nach zwei Minuten in Führung. Die gaben die Gäste bis zur Halbzeit auch nicht mehr ab. Hallensprecher Michael Thürer indes wurde nicht müde ins Mikro zu rufen: "Wir brauchen den Anschlusstreffer!". Doch fallen wollte der nicht. Nachdem sie zwischenzeitlich mit vier Toren zurücklagen, schafften es die Gastgeber noch, sich mit einer Kraftleistung bis auf zwei Tore Unterschied heran zu kämpfen, so dass es zur Pause 10:12 stand.

Der Schlachtplan für die zweite Hälfte wurde in der Kabine geschmiedet und lautete: In der Abwehr kompakter stehen, um dem sensationell gut aufgelegten HSG-Torhüter Enrico Scheunert noch besser zu helfen. Dann schnell nach vorn spielen - und treffen. Genau das setzten die Kretzschmar-Schützlinge dann auch um. Nachdem sie beim 12:16 in der 36. Minute schon wieder vier Treffer zurücklagen und kaum einer auf den Zuschauerrängen noch an die Wende im Spiel glauben wollte, leiteten die Gastgeber diese ein. Michel Perge war es schließlich beim 18:17 vorbehalten, das erste Mal an diesem Abend die Führung für die Neudorf-Döbelner zu markieren. Dem Ausgleich folgte erneut der Führungstreffer, diesmal durch Routinier Andre Richter, der von der ersten Minute an eingesetzt worden war, um das Fehlen von Blech und Schumann ein wenig zu kompensieren. Diszipliniert und willensstark spielte die HSG-Sieben jetzt und schaffte es innerhalb von acht Minuten, sich erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung zu erarbeiten. Positiv auf sich aufmerksam machte dabei auch Danny Weber aus der zweiten Mannschaft, der nicht nur bei Siebenmetern souverän agierte, sondern auch insgesamt sechs Feldtore beisteuerte. Den Unterschied zu den Kamenzern aber machte an diesem Tag die Torhüterleistung. Enrico Scheunert hat enorme Aktien daran, dass die Partie doch noch zugunsten der HSG ausging und Sven Kretzschmar gestern Abend mit seinen Spielern seinen optimalen Einstand feiern konnte.

Für Vereinschef Peter Händler ist der junge Trainer, der jetzt erst einmal bis Saisonende die Doppelrolle begleiten soll, eine Perspektive für die Zukunft. "Momentan geht es darum, die erste Mannschaft zu retten und die zweite aufsteigen zu lassen." Für die nächste Saison werde eine andere Lösung angestrebt, wobei dann aber eher ein Trainer für die zweite Vertretung gesucht werde.

Manuela Engelmann

 

HSG Neudorf-Döbeln: Scheunert, Halwaß, Reddiger (1), Koy, Seefeld, Bairich (11), Weber (9/3), Händler (1), Hälsig (1), Henoch, Tix, Richter (5), Perge (3).

HVH Kamenz: Schacht, Hedermann, Oswald (2), Schulz (1), Rudolph (4), Magister, Stankevicius (5), Freudenberg (1), Schädlich (1), Schäfer (5), Gudaitis (4), Hübner (5/4).

Schiedsrichter: Hähle, Uhlig (HV Chemnitz).Zuschauer: 250.

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