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Döbeln Hainichen bittet - Freiberg verhandelt
Region Döbeln Hainichen bittet - Freiberg verhandelt
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22:59 28.01.2013
Ob Freiberg oder Hainichen: Die Filiale des Arbeitsamtes an der Bahnhofstraße in Döbeln bleibt natürlich erhalten. Foto (Archiv): Wolfgang Sens Quelle: Wolfgang Sens
Mittelsachsen

Außerdem lädt Dieter Greysinger den Chef der deutschen Arbeitslosenverwaltung nach Hainichen ein, um ihn vor Ort von Vorzügen der Stadt an der Striegis zu überzeugen.

Zwar ist noch keine offizielle Entscheidung gefallen - darüber berät demnächst der Vorstand der Agentur in Nürnberg - aber alle Zeichen stehen auf Freiberg. "Das wird so sein. Wir gehen davon aus, dass es Freiberg wird", sagt Michaela Barthel, Sprecherin der Regional-Agentur Chemnitz. Auch Sabine Zimmermann vom Deutschen Gewerkschaftsbund sieht Freiberg im Rennen um den Agentur-Bezirkssitz vorn. "Es ist noch nichts entschieden, aber alles deutet auf Freiberg, weil dort offenbar doch eine Immobilie frei wird", sagt Sabine Zimmermann, die für die Arbeitnehmerseite im Vorstand des Verwaltungsausschuss der Regional-Agentur Mittelsachsen sitzt. Sie kritisiert die Nürnberger Entscheidung für Freiberg als "unüberlegte Rolle rückwärts". Derweil bemüht sich Bürgermeister Greysinger um gut Wetter in der fränkischen Metropole an der Pegnitz. "Die ganze Stadt aber auch der überwiegende Teil der Bürger des Landkreises Mittelsachsen haben sich vor rund vier Monaten sehr gefreut, als bekannt gegeben wurde, dass die Zentrale des Arbeitsamtsbezirks Mittelsachsen nach Hainichen kommen wird", schreibt er in dem Brief und betont: "Unsere Stadt ist alles andere als eine Lösung zweiter Wahl!"

Selbst wenn die Geschäftsführung der Mittelsächsischen Arbeitsagentur mit ihren zehn Mitarbeitern nach Freiberg zieht, soll der Standort Hainichen erhalten bleiben. Über die Kosten der Umbauten konnte Regional-Agentursprecherin Barthel noch nichts sagen. "Das legt dann der Vermieter auf die Miete um."

Nach einem weiteren Domizil sucht die Weise-Agentur nun in der Kreisstadt. Die Agentur verhandle zurzeit mit der Stadtverwaltung Freiberg über geeignete Gebäude. Das ließ gestern Freibergs Baubürgermeister Holger Reuter (CDU) als Stellvertreter des terminlich verhinderten Oberbürgermeisters Bernd-Erwin Schramm (parteilos) über dessen Büroleiterin Cornelia Hünert ausrichten. "Während der Verhandlungsphase wollen wir uns nicht äußern", sagt Cornelia Hünert.

Für Bürgermeister Greysinger ist noch alles offen. Er glaubt den Agentur-Ansagen aus Nürnberg. "Hainichen ist in punkto Autobahnanschluss viel besser zu erreichen als Freiberg", spielt er den ganz wichtigen Vorteil der Verkehrslage aus. Dirk Wurzel

Dirk Wurzel

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