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Hallenserin führt jetzt die Geschäfte für 1000 Mitglieder und 163 Mitarbeiter

Volkssoldarität Döbeln Hallenserin führt jetzt die Geschäfte für 1000 Mitglieder und 163 Mitarbeiter

Antje Klotsch heißt die neue Geschäftsführerin des Kreisverbandes Döbeln der Volkssolidarität mit seinen 1000 Mitgliedern und 163 Beschäftigten. Die 48-Jährige trat mit dem Jahreswechsel die Nachfolge von Winfried Schneider an, der in den Ruhestand wechselte und zum ehrenamtlichen Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde.

Kleiner Besuch der neuen Geschäftsführerin Antje Klotsch (r.) bei den Kolleginnen Marion Baumann (hinten links) und Mandy Beckert (Mitte) und den Tagespflege-Gästen Ursula Willwand, Gudrun Egelkraut und Vera Stapel (sitzend von links).

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Der Kreisverband Döbeln der Volkssolidarität mit seinen 1000 Mitgliedern und 163 fest angestellten Mitarbeitern hat eine neue Chefin. Im 71. Jahr des Bestehens der Volkssolidarität übernahm mit dem Jahreswechsel die 48-jährige Antje Klotsch die Geschäftsführung des Sozialverbandes mit all seinen Einrichtungen in der Region. Vorgänger Winfried Schneider (67) wechselte in den Ruhestand und bleibt der Volkssolidarität im Ehrenamt als Vereinsvorsitzender treu. Die 48-jähriger Hallenserin Antje Klotsch hatte sich im Frühjahr 2015 auf die Stellenausschreibung der Volkssolidarität beworben und war unter insgesamt 20 Bewerbern ausgewählt worden. Zur Jahresmitgliederversammlung im November war sie den Mitgliedern und Mitarbeitern vorgestellt worden. Zwischenzeitlich hat sie auf Weihnachtsfeiern und in Dienstberatungen nahezu alle Mitarbeiter des Döbelner Sozialverbandes auch persönlich die Hand geschüttelt. 65 der 163 Mitarbeiter arbeiten in der ambulanten Pflege und in der Tagespflege. Weit über 300 Pflegebedürftige werden von der Volkssolidarität im Umkreis von Döbeln betreut. Rund 70 Mitarbeiter arbeiten im Bereich Kinder- und Jugendhilfe. Allein sechs Kindereinrichtungen, in Roßwein, Beicha, Westewitz, Leisnig und zwei in Waldheim, werden in Freier Trägerschaft der Volkssolidarität geführt. Außerdem betreibt die Volkssolidarität unter dem Dach einer gemeinnützigen GmbH betreute Seniorenwohnungen wie im Wappenhenschstift oder im Haus Deus an der Döbelner Bahnhofstraße. Zur Volkssolidarität gehört außerdem die Erziehungsberatungsstelle und seit Januar auch eine ambulante aufsuchende Erziehungshilfe.

„Oberstes Ziel ist es, alle diese Aufgaben und Leistungen stabil zu halten und auszubauen. Und das bei anhaltend schwierigeren gesetzlichen Rahmenbedingungen“, sagt Antje Klotsche. Im Bereich Kinder- und Jugendliche möchte sie mit dem Sozialverband künftig noch weitere Felder erschließen. „Die Volkssolidarität in Döbeln ist gut aufgestellt, gut durchstrukturiert und solide. Ich habe ein aufgeräumtes und gut bestelltes Feld übernommen. Daran will ich gern anknüpfen“, sagt die Geschäftsführerin. Die fachlichen Qualifikationen bringt die 48-Jährige aus ihren vorherigen Leitungsfunktionen beim Arbeiter Samariter Bund (ASB) und beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Sachsen-Anhalt mit. In der Wendezeit war sie gerade mit dem Lehramtsstudium der Fächerkombination Deutsch und Geschichte fertig geworden. Der damalige Lehrerüberhang ließ zum Jugendamt der Stadt Halle und zur Jugendgerichtshilfe wechseln. Beim Landesverband Sachsen-Anhalt des ASB war sie danach als Referentin für Jugend und Soziales zuständig für Kinder und Jugendhilfe sowie für Altenpflege, fachliche Konzipierung und Kostensätze, bevor sie als Geschäftsführerin zur Awo beziehungsweise zum DRK wechselte. Parallel schloss sie 2003 ein Magisterstudium der Soziologie und der Rechtswissenschaften ab. „Das Rechtliche, gerade in der Sozialgesetzgebung, ist seitdem ein berufliches Steckenpferde von mir“, sagt sie. Privat hat die neue Geschäftsführerin ganz andere Steckenpferde. Sie verbindet am liebsten ihr Hobby Reisen mit dem Fotografieren.

An Döbeln fiel der neuen Frau an der Spitze des Volkssolidarität zuerst die toll sanierte Innenstadt und die wunderschöne Landschaft in der Region auf. „Ich freue mich schon auf den Frühling, wenn ich das alles mit meiner Kamera erkunden kann.“

Von Thomas Sparrer

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