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Hansjörg Oehmig beendet Arzt-Laufbahn in der Helios-Klinik Leisnig

Rente erreicht Hansjörg Oehmig beendet Arzt-Laufbahn in der Helios-Klinik Leisnig

Im Juni feierte Hansjörg Oehmig seinen 65. Geburtstag. Am Mittwoch hatte der Mediziner seinen offiziellen letzten Arbeitstag in der Helios-Klinik Leisnig. In ein Loch der Untätigkeit falle er nicht, sagt er. Als Kommunalpolitiker, Faschingsclub-Akteur und Kulturfreund ist er weiter aktiv. Der Wahlleisniger bleibt den Helios-Patienten sowie Kollegen noch einige Monate erhalten.

Hansjörg Oehmig von der Helios-Klinik Leisnig geht in Rente,bleibt dem Krankenhaus aber erhalten.
 

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig.  „Ich kann gut und qualifiziert Dinge auseinander nehmen. Dabei bleibt immer etwas übrig und es funktioniert trotzdem.“ Der das sagt, ist von Beruf Arzt, genauer: Internist. Und er beendet nun regulär seine berufliche Laufbahn: Hansjörg Oehmig, Oberarzt und stellvertretender Chefarzt der Klinik für Innere Medizin in der Helios Klinik Leisnig, geht in Rente.

Im Juni feierte er seinen 65. Geburtstag, durfte laut Rentenberechnung fünf Monate später in den Ruhestand gehen – er bleibt Helios und den dortigen Patienten sowie Kollegen noch weiter erhalten, für ein halbes Jahr vielleicht oder für ein ganzes, das steht noch nicht fest. Drei Tage die Woche, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, zieht er weiterhin den weißen Arztkittel an.

Drei Wünsche für den Mann in Weiß

Beim Empfang mit Kollegen äußert Oehmig drei Wünsche. Zwei betreffen die große Gesundheitspolitik, der letzte betrifft ihn persönlich. „Bei allem wünschenswerten weiteren Ausbau von Diagnostik und Therapeutik darf nicht aus den Augen verloren werden, dass die durchschnittliche Lebenserwartung steigt. Damit nimmt auch die Pflegebedürftigkeit der Menschen zu. Das muss in der Gesundheitspolitik stärkere Beachtung finden.“ Wunsch Nummer zwei: Bei aller Computertechnik solle bitte im Gesundheitswesen das persönliche, gesprochene Wort mit dem Patienten sowie Kollegen erhalten bleiben. Und folgender ist Oehmigs persönlicher Wunsch: Bei allen in einem gewissen Alter zu erwartenden Zipperlein möchte er seine zur Verfügung stehende Zeit und alle Möglichkeiten nutzen, seine Hobbys zu pflegen. „Und wenn ich mal selber hier in dieses Haus muss“, so schmunzelt er, „dann hoffe ich, man kennt mich hier noch so gut, dass ich nicht als Erstes gleich einen Katheter verpasst bekomme.“ Dass er sich jetzt einen extravaganten Zeitvertreib wählen werde, sei nicht zu erwarten, denn: Oehmig hat neben seiner Tätigkeit als Mediziner schon jetzt, und zwar seit Jahren, sehr viele Hobbys beziehungsweise verantwortungsvolle Aufgaben, die ihn weiterhin beschäftigen werden. „Ich falle jedenfalls nicht in ein Loch der Untätigkeit“, sagt er.

Oehmig wirkt im Carneval Club Leisnig weiter aktiv mit. Er ist Derjenige, der für die in Stadtregie veranstaltete jährliche Benefizgala die organisatorischen Fäden in den Händen hat und gehört zum Vorstand der Ärztekammer in Sachsen. Bekannt ist Oehmig zudem als Stadtratsmitlied in der CDU-Fraktion. Parteimitglied ist er nicht. Es störe ihn überhaupt nicht, wenn ihm jemand deshalb vorwirft, er sei nicht ehrlich oder geradlinig genug: „In einer Partei bin ich nie gewesen. Und so bleibt es auch. Als nach der Wende um politisch aktives Mitwirken geworben wurde, schloss ich mich der CDU an, weil ich wahr genommen habe: Die tun etwas für die Stadt. Ich habe dort sympathisierende Funktion.“

Arzt mit einem ordentlichen Beruf

Im Leisniger Krankenhaus, heute Helios-Klinik, gehört Oehmig zu den Urgesteinen unter den Medizinern. Aufgewachsen ist er in Döbeln, erlernte dort parallel zum Abitur auch noch einen ordentlichen Facharbeiterberuf, wie er es formuliert. Er ist Maschinenbauer. Und aus diesem Sektor stammt auch das Eingangszitat vom qualifizierten Auseinandernehmen, das er so gut könne.

Als Studienfach hätte er sich damals auch gut Lehrer oder Musiker vorstellen können. Es seien dann Familienmitglieder und Nachbarn gewesen, die ihm zum Medizinstudium rieten, und es sei eine gute Wahl gewesen. Nur: „Chirurg oder Pathologe, das wäre für mich nichts gewesen. Ich rede nun einmal gerne“, begründet er dies. Und das gelte nicht nur ganz allgemein, sondern besonders für den Umgang mit den Patienten.

Von Steffi Robak

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