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Döbeln Hartha: Mutmaßlicher Laubenknacker steht bald vor Gericht
Region Döbeln Hartha: Mutmaßlicher Laubenknacker steht bald vor Gericht
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17:09 09.01.2019
Dieses Diebesgut stellte die Polizei sicher und gab ein Großteil davon an die Eigentümer zurück Quelle: Archiv/Sven Bartsch
Hartha/Chemnitz

Eine Einbruchserie in Gartenlauben hielt Harthaer Kleingärtner ein Dreivierteljahr lang in Atem. Bis Ende Oktober die Handschellen klickten. Seitdem sitzt ein 38-Jähriger Tatverdächtiger in der JVA Dresden in Untersuchungshaft. Nun steht er bald vor Gericht.

Bis zu vier Jahre Haft

„Wir haben am 27. Dezember Anklage beim Amtsgericht Chemnitz erhoben. Dem Angeschuldigten liegen 18 Taten des Diebstahls im besonders schweren Fall zur Last“, sagt Oberstaatsanwältin Ingrid Burkhart, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Das Chemnitzer Amtsgericht ist zuständig, weil der Angeschuldigte in Untersuchungshaft sitzt. Die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft Anklage vor einem Schöffengericht erhoben hat, deutet daraufhin, dass sie mit mindestens zwei Jahren Haft als Straferwartung antritt. Schöffengerichte verhandeln sonst Anklagen wegen Verbrechen. Das sind alle Straftaten, auf die mindestens ein Jahr Haft steht. Bei Vergehen wie Diebstahl, sind Schöffengerichte immer dann zuständig, wenn über zwei Jahre Haft als Strafe zu erwarten sind. Im Höchstmaß drohen dem 38-Jährigen vier Jahre Gefängnis. Soviel dürfen Amtsgerichte höchstens verhängen.

Nur einen Bruchteil angeklagt

Eigentlich sollen 110 Diebstähle in Harthaer, Waldheimer und Leisniger Gartenlauben auf das Konto des mutmaßlichen Serientäters gehen. Zur Beute gehörten Lebensmittel, elektronische Geräte und Werkzeuge im Wert von rund 18 000 Euro. Aber die Staatsanwaltschaft geht davon aus, ihm nur einen Bruchteil dieser Taten, nämlich 18 Stück, nachweisen zu können. Was ihr als nicht sicher zu beweisen erschien, hat die Anklagebehörde eingestellt. In einigen dieser schwierigen Fälle auch deshalb, weil die zu erwartende Strafe für diese Taten die Gesamtstrafe nicht wesentlich erhöhen würde. Paragraf 154 der Strafprozessordnung erlaubt diese Prozessökonomie.

Mit Diebesgut angetroffen

Der 38-jährige Harthaer war der Polizei im Herbst vergangenen Jahres ins Netz gegangen. Als sich der Tatverdacht gegen ihn erhärtet hatte, durchsuchten die Beamten seine Wohnung und fanden Diebesgut. In Untersuchungshaft kam der Mann aber erst später, nachdem ihn Polizisten in Hartha mit Diebesgut antrafen. Jetzt konnte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl beantragen, den eine Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Chemnitz schließlich erließ und dem Mann einen Pflichtverteidiger beiordnete. Haftgründe sind Verdunklungs- und Wiederholungsgefahr.

Meiste Beute wieder bei Besitzern

Schlüssel, ein Fuchsfell, diverse Elektrokleingeräte aber auch ein Satz Schneideisen für Gewinde – bei der Polizei sah es mitunter aus, wie bei einem Trödelhändler, als sie öffentlich nach den Eigentümern der gestohlenen Sachen suchte. Die meisten Bestohlenen haben ihre Sachen mittlerweile abgeholt. Bei der Polizei in Döbeln liegt jetzt kein Diebesgut aus Gartenlauben mehr, sagt Andree Wagner, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter des Döbelner Polizeireviers. Was noch übrig war und nicht zugeordnet werden konnte, lagert nun in der Aservatenkammer der Staatsanwaltschaft.

Von Dirk Wurzel

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