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Hartha: Pfiffiger Anwalt boxt Anklage nieder

Hartha: Pfiffiger Anwalt boxt Anklage nieder

Crystal und Schrott - darum ging es jüngst in einem Prozess am Amtsgericht Döbeln, der für die Angeklagte zu einem günstigen Ende kam. Denn das Gericht stellte das Verfahren wegen des nicht erlaubten Besitzes des gefährlichen Amphetamins Crystal ein.

Döbeln/Hartha. Dass die Prozesskosten der Staatskasse anheim fallen, dürfte die arbeitslose Restaurantfachfrau aus Geringswalde ebenfalls freuen. Zumal darunter auch das Anwaltshonorar fällt, das in diesem Fall gut angelegtes Geld war.

Ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geriet die junge Frau, als die Polizei sie am 28. November 2011 mit zwei weiteren Personen beim Schrottklau (DAZ berichtete) erwischte. Die Beamten durchsuchten ihr Auto und ihre Habseligkeiten und fanden dabei Drogen und Utensilien zum Konsumieren, zum Beispiel eine Einwegspritze und eine Feinwaage. In den Vernehmungen war sie relativ gesprächig, räumte die Tatvorwürfe ein. Per Strafbefehl verurteilte sie Amtsgericht Döbeln bereits rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen á zehn Euro. Aber einen Tatvorwurf hatte sich die Staatsanwaltschaft Chemnitz herausgepickt, um diesen in einer öffentlichen Hauptverhandlung zu erörtern, zu einem Urteil zu gelangen. Aber dem machte Rechtsanwalt Arndt Hohnstädter einen Strich durch die Rechnung. "Ich rege an, das Verfahren einzustellen", sagte der Advokat. Schließlich könne es sein, dass in der Geldbuße des Strafbefehl bereits die aktuell angeklagte Drogentat enthalten sei. Es könne sich auch um eine unbedeutende Nebenstraftat handeln. Vor dem Gericht kritisierte der Rechtsanwalt die Anklageschrift: Diese enthalte nicht einmal eine genaue Tatzeit.

Weil Staatsanwalt Nils Schellenberg dem Antrag des Verteidigers nicht entgegen trat, stellte Richter Janko Ehrlich wegen der ganzen Unwägbarkeiten und Erschwernisse das Verfahren ein. Aber wie wäre das Ganze ausgegangen, wenn die junge Frau keinen an ihrer Seite gehabt hätte, der die Fallstricke der Strafprozessordnung genau kennt? Wahrscheinlich wäre die Staatsanwaltschaft Chemnitz mit ihrer unvollständigen Anklage durchgekommen. D. Wurzel

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