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Döbeln Hartha bestätigt einzügigen Fortbestand der Oberschule
Region Döbeln Hartha bestätigt einzügigen Fortbestand der Oberschule
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10:05 13.07.2016
Die Pestalozzi-Oberschule fährt im neuen Schuljahr zweizügig. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Hartha

In Hartha ist man sich sicher: Eine Froschstadt ohne Pestalozzi-Oberschule kommt auch in den nächsten Jahren nicht infrage. Um das nun auch formal festzuhalten, stimmte der Stadtrat einstimmig der einzügigen Fortführung der Oberschule zu, sollte das gesetzliche Minimum von 40 Neuanmeldungen nicht erreicht werden – die sind notwendig, um zwei fünfte Klassen eröffnen zu können. „Damit unterstreichen wir noch einmal die Sicherheit der Oberschule“, betonte Albrecht Günther (CDU). „Die Kreisräte aus Döbeln waren einst dagegen, aber wir haben es geschafft und sind überzeugt, auch zweizügig fahren zu können.“ Erfordere es die Lage, wird auch einzügig weitergemacht. „Wir wissen nicht, wie der Freistaat in Zukunft entscheidet. Es ist wichtig, den Beschluss jetzt zu fassen, da das Moratorium irgendwann wegfällt“, sagte Günthers Fraktionskollege Christian Zimmermann.

„Die Mindestschülerzahlen an allgemeinbildenden Schulen betragen an Mittelschulen für die ersten beiden einzurichtenden Klassen je Klassenstufe 20 Schüler und für jede weitere einzurichtende Klasse 19 Schüler“, heißt es aktuell noch im sächsischen Schulgesetz. Das Moratorium für den Erhalt von Schulen im ländlichen Bereich setzt diese Regelung vorübergehend außer Kraft und erlaubt betroffenen Oberschulen derweil auch den einzügigen Betrieb. Dafür muss jedoch die Grenze von 25 Schülern pro Jahrgang erreicht werden. Noch ist diese Regelung nicht in Paragrafen gemeißelt, eine entsprechende Änderung des Schulgesetzes steht jedoch in Aussicht. Den Vorschlag brachten Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) und der damalige Agrarminister Frank Kupfer (CDU) im Oktober 2013 in den Landtag ein.

Die aktuelle Situation an der Harthaer Pestalozzi-Oberschule gestaltet sich jedoch deutlich optimistischer, als noch in den vorangegangenen Jahren. So kann die Bildungseinrichtung dank über 40 Neuanmeldungen ab dem kommenden Schuljahr mit zwei neuen fünften Klassen ins Rennen gehen. Die Schule, die unter der Leitung von Kerstin Wilde weiter deutlich an Profil gewonnen hat, ist inzwischen nicht mehr nur für Froschstädter interessant. So kommen die neuen Fünftklässler unter anderem aus den benachbarten Städten Geringswalde und Waldheim. Selbst aus Döbeln gibt es zwei Neuzugänge, die ab August ihre Laufbahn an der Pestalozzi-Oberschule beginnen werden. Dann soll auch das Ganztagsangebot erweitert werden. Geplant sind Bogenschießen und ein Trommelkurs. Der soll sich explizit an die neuen Fünftklässler richten. Finanziert wird das auch mit über 2000 Euro, die mit dem schuleigenen Sponsorenlauf im Juni zusammenkamen.

Von André Pitz

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