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Hartha hält an dezentraler Flüchtlingsunterbringung fest

Technischer Ausschuss Hartha hält an dezentraler Flüchtlingsunterbringung fest

Die Riesaer Wohnheimbetreuungsgesellschaft will in Hartha eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtling bauen. Die Stadt und Mitglieder des technischen Ausschusses sprechen sich dagegen aus. In der Gemeinde gibt es nach wie vor freie Wohnungen, die zur Unterbringung von Flüchtlingen gemeldet wurden.

Die Riesaer Wohnheimbetreuungsgesellschaft will am ehemaligen Diska-Markt eine Flüchtlingsunterkunft bauen. Die Stadt bevorzugt jedoch die dezentrale Unterbringung.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Die Riesaer Wohnheimbetreuungsgesellschaft gedenkt, eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge auf dem Parkplatz des ehemaligen Diska-Marktes in der Sonnenstraße zu errichten und stellte deswegen einen Antrag auf Vorbescheid, der dem Bauordnungsamt des Landkreises vorliegt. „Wir bestätigen Gespräche zum Objekt. Ob es zur Umsetzung kommt, hängt von weiteren Zuweisungen ab. Ein Vertrag hierzu existiert nicht“, heißt es dazu aus dem Landratsamt auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung. Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) setzte die Lebensdauer der angedachten Containermodule auf 15 Jahre fest. Dementsprechend müssten auch langfristige Mietverträge abgeschlossen werden. Ob das überhaupt notwendig sei, könne niemand wissen, da die Entwicklung der Flüchtlingssituation nicht vorhersagbar sei. „Bis Ende März werden im Kreis monatlich 150 Flüchtlinge erwartet. Weitere Prognosen liegen dem Landratsamt noch nicht vor“, so das Landratsamt zur Aussicht in Mittelsachsen. Die Stadtverwaltung sowie die Mitglieder des technischen Ausschusses sprachen sich am Dienstagabend geschlossen gegen das Vorhaben der Wohnheimbetreuungsgesellschaft aus (die DAZ berichtete). Das traf offensichtlich auch den Nerv der zahlreich im großen Sitzungssaal erschienenen Bürgerinnen und Bürger, die das deutliche Ergebnis der Abstimmung mit Applaus begrüßten. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren vor allen Dingen die nach wie vor freien Kapazitäten im Stadtgebiet, was Möglichkeiten der dezentralen Unterbringung in einzelnen Wohnungen angeht. „Derzeit gibt es circa 700 freie Plätze in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnprojekten. Weiterhin liegen uns noch circa 500 Wohnungsangebote vor, die jedoch noch nicht ausverhandelt und gebunden sind. 20 Wohnungen sind als bezugsfertig gemeldet worden“ konkretisiert das Landratsamt die Situation in Mittelsachsen auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung. Hartha selbst hat über die städtische Wohnbaugesellschaft 16 Wohnungen an die kreiseigene und für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständige Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung (GSQ) gemeldet. Davon hat das Unternehmen mit Sitz in Freiberg bereits elf abgenommen. Bis heute wurden die Unterkünfte nach Angaben des Bürgermeisters jedoch noch nicht angemietet. Die verbleibenden fünf Wohnungen befinden sich zurzeit in der Grobplanungsphase für die Abnahme durch die GSQ.

Momentan sind zwei fünfköpfige Familien aus Afghanistan und eine sechsköpfige Familie aus dem Irak in Harthaer Wohnungen untergekommen. Die werden von der Wohnungsgenossenschaft Hartha zur Verfügung gestellt. Im Oktober letzten Jahres meldete das Unternehmen vier Unterkünfte an die GSQ. Die momentan noch unbesetzte Wohnung wurde jedoch bereits durch das Unternehmen angemietet und wird momentan eingerichtet.

Von André Pitz

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