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Döbeln Hartha hat den Blues: Workshop an der Oberschule
Region Döbeln Hartha hat den Blues: Workshop an der Oberschule
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15:58 11.03.2016
Oberschülerin Jessika und Beata Kossowska übernahmen den Gesang. Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

Gerunzelte Stirn, die Finger zum Nachdenken ans Kinn gelegt oder flink einen Satz nach dem anderen aufs Papier bringend – so angespannt stellt man sich die Situation der Zehntklässler der Pestalozzi-Oberschule vor, die am Freitag ihre Vorprüfung in Deutsch schrieben. Ganz locker ging es dagegen ein paar Stockwerke darunter im Keller der Schule zu. Hinter der mit schallschluckendem Schaumstoff verkleideten Tür zum Proberaum hauten Sechst- und Siebtklässler der Schule in die Saiten ihrer Gitarren und spannten die Stimmbänder. Blues stand auf dem Programm. Lehrer Roland Taffel holte für diesen Workshop die Mundharmonika-Virtuosin Beata Kossowska und den Improgitarristen Eberhard Klunker, die gerade für gemeinsame Konzerte in der Region sind, in die Froschstadt.

Zwischen Schlagzeug, Boxen, Verstärkern und Kabelsalat saßen die sieben Schüler im Kreis und lauschten Klunkers Ausführung zu den benötigten Handgriffen: „A, D und E – es ist gar nicht so schwer!“ Während er zusammen mit den Schülern die ersten Teile des Blues-Puzzles zusammensetzte, ließ Beata Kossowska schon einmal kurz aber eindrucksvoll durchscheinen, zu was sie an der Mundharmonika in der Lage ist. „Wenn man Blues spielt, muss man bestimmt phrasieren und spezielle Töne spielen“, so die gebürtige Polin. „Und im Blues braucht es keinen komplizierten Text.“ Dass dem wirklich so ist, zeigten die sich wiederholenden und gegenseitig Unterstreichenden Gesangsstrecken, die gemeinsam mit der Musik die Köpfe und Füße im Raum zum Mitwippen animierten. Kossowska nahm dabei Jessika an die Hand. Die Siebtklässlerin zeigte sich zu Beginn eher schüchtern, fand aber mit dem Blues schnell die selbstbewusste Stärke ihrer Stimme. Genau wie Jessika setzten die beiden Musiker die Harthaer Nachwuchskünstler nach ihren Fähigkeiten ein, um das gemeinsame Stück mit Gitarren-Soli und Gesangseinlagen zu komplettieren. „Egal, was man später singen oder spielen möchte, Blues bringt einem bei, anders zu denken und Musik neu zu interpretieren“, gab Beata Kossowska den Schülern mit auf den Weg.

Nach anderthalb Stunden saßen die Griffe immer sicherer, der Rhythmus ging ins Blut und Einsätze ins Gefühl über. Das stimmte Eberhard Klunker zufrieden: „Es macht Spaß, mit den Schülern zu arbeiten. Man fängt ja nicht bei null an und alle haben wirklich toll mitgemacht.“

Von André Pitz

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