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Döbeln Hartha lehnt Windkraft in Stadtnähe ab
Region Döbeln Hartha lehnt Windkraft in Stadtnähe ab
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17:10 29.04.2016
Wenn es nach Hartha geht, sollen die Windräder aus dem Regionalplan verschwinden. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Hartha

Mit der Neugliederung der Landkreise im Freistaat Sachsen in 2008 ist auch der Planungsverband „Region Chemnitz“ neu gebildet worden. Der hat im Dezember vergangenen Jahres den Entwurf des Regionalplans vorgelegt. Der lag bis heute öffentlich zur Diskussion aus. Auch Hartha hat den Plan unter die Lupe genommen und dazu eine Stellungnahme verfasst. Die haben die Stadträte nun in ihrer letzten Sitzung mehrheitlich abgesegnet. Großes Augenmerk legte die Stadtverwaltung dabei auf die für Landwirtschaft ausgewiesenen Flächen sowie Windkraftanlagen vorbehaltenen Areale im Gemeindegebiet.

„Uns ist aufgefallen, dass sehr dominierend Flächen für Landwirtschaft ausgewiesen werden, die bis an die Gemeindegrenzen heranreichen“, hielt Harthas Bauamtsleiter Ronald Fischer fest. Das mache für die Stadt die Planung und Entwicklung schwerer. „Was die Wohngebietsentwicklung betrifft, ist innerstädtisch noch genügend Platz. Beim Gewerbegebiet sehen wir das aber nicht so und verlangen deshalb die Aufhebung der Vorbehaltsflächen.“ Wenn sich die Stadt zur Erweiterung des Gewerbegebietes entschließen sollte, müsse erst der Vorbehalt auf den entsprechenden Flächen aufgehoben werden, was einen erheblichen Aufwand nach sich ziehen würde.

Derweil ist die Befüllung des Steinbruchs unterhalb des Kellerberges am östlichen Rand des Harthaer Ortsteils Steina nach Angaben des Bauamtsleiters fast fertig. „Es gibt einen Abwicklungsplan für den Steinbruch. Ein Ausweis als solcher ist nicht notwendig“, so Fischer.

Mit Blick auf die Windkraftanlagen, wie sie etwa zwischen Hegweg und Umgehungsstraße stehen, fährt die Stadt einen klaren Kurs. Nach dem Verschleiß sollen dort nach Möglichkeit vor allem wegen der für Anwohner störenden Geräuschkulisse keine neuen Windräder mehr aufgestellt werden. Aus diesem Grund begrüßte Renate Schröder (Freie Wähler) die Stellungnahme. Stefan Orosz (Die Linke) forderte, sich trotzdem für den Einsatz von erneuerbaren Energien einzusetzen. Mit dem Wegfall der Anlagen würden der Stadt keine Gewerbesteuereinnahmen entgehen, da die Betreiber nicht ortsansässig seien. Das stellte Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) auf Anfrage von Sören Lungwitz (Freie Wähler) klar. Die Anlagen am Hartha Kreuz würden laut aktueller Planung nach Verschleiß zurückgebaut, da es sich nicht um ein Vorbehaltsgebiet handele.

Von André Pitz

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