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Hartha tüftelt an Plänen für das Reinhardtshal

Umgestaltung anvisiert Hartha tüftelt an Plänen für das Reinhardtshal

Bauzäune versperren die Sicht, der Teich gleicht eher einem Schlammloch. Der Park an der Dresdner Straße in Hartha benötigt eine Generalüberholung. Die Stadt machte sich nun Gedanken über eine mögliche Umgestaltung. Die beinhaltet auch, dass das Denkmal für die Opfer des zweiten Weltkrieges einen neuen Standort bekommt.

Der Park an der Dresdner Straße soll umgestaltet werden. Das Denkmal für die Opfer des zweiten Weltkrieges könnte dann einen neuen Standort bekommen.

Quelle: Gerhard Dörner

Hartha. Der Park an der Dresdner Straße, auch als Reinhardtsthal bekannt, soll umgestaltet werden. Dafür wälzen Stadträte und Verwaltungsmitarbeiter derzeit eifrig Pläne. Erste Vorstellungen gibt es bereits, wie Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) erklärt. Grundidee ist, einen Ort zu schaffen, der für junge und ältere Menschen gleichermaßen taugt. „Die Umgestaltung der Parkanlage ist eine langwierige Angelegenheit. Wir fragen uns heute, wie der Park in 30 Jahren aussehen soll“, erklärt das Stadtoberhaupt. Demnach soll die Umgestaltung nicht von heute auf morgen und in einem Zug passieren, sondern sich über die Jahre entwickeln. Stück für Stück.

Verheerender Zustand

Dass etwas passieren muss, darüber sind sich alle einig. Der Zustand der Parkanlage ist verheerend. Die Brücke ist derzeit abgesperrt, Bauzäune versperren Sicht und Weg zum Teich. Der Springbrunnen sprudelt schon lange nicht mehr. Die Liste, der zu erledigenden Dinge ist lang. Der Teich, der zurzeit mehr mit Schlamm als Wasser gefüllt ist, muss ausgebaggert werden. „Es soll einen Rundweg um den Teich geben, zusätzlich Sitzgelegenheiten“, erklärt Ronald Kunze. Das Denkmal, das einst für die Opfer des zweiten Weltkrieges errichtet wurde, könnte schon bald einen neuen Platz bekommen. Das wiederum muss zwischen den Ratsmitgliedern besprochen werden. Erst dann kann eine Versetzung des Denkmals in Angriff genommen werden. Die Bäume im Park sollen stehen bleiben. Nicht zuletzt, weil es sich beim Reinhardtsthal teilweise um ein Naturdenkmal, handelt.

Der Teich muss ausgebaggert werden

Der Teich muss ausgebaggert werden. Künftig soll ein Rundweg um ihn herum führen und Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen.

Quelle: Gerhard Dörner

Ein weiterer Punkt auf der Liste, der geplanten Änderungen, ist die Öffnung des Flemmingener Baches. Der verläuft aktuell noch unterhalb des Erdbodens entlang. Angedacht ist, den Bach nach oben zu verlegen. In diesem Atemzug soll auch der Bachverlauf verändert werden, in dem er ein Stück näher in die Parkfläche verlegt wird. Die Landschaftsarchitekten Rentsch und Tschersich aus Chemnitz haben die Pläne auf Papier gebracht und eine Entwurfsplanung erstellt. Die wird den Stadträten vorgestellt und wenn die ihren Segen gegeben haben, kann der Entwurf bei der Oberen Denkmalschutzbehörde eingereicht werden. Anschließend ist vorgesehen, Fördermittel zu beantragen. Doch auch wenn die Pläne soweit fertig sind, dass die Arbeiten im Reinhardtsthal noch in diesem Jahr beginnen, hält der Bürgermeister für unrealistisch.

Nach ehemaligem Dorf benannt

Der Park an der Dresdner Straße ist über 70 Jahre alt. Anfang der 90er erhielt er schon einmal eine Frischekur. Ursprünglich hatte der Park aber einen ganz anderen Namen: Grünberg´scher Park, benannt nach dem Unternehmer Grünberg, der in Hartha eine Webwaren-Fabrik betrieb, die spätere Deckenfabrik Köhler. Der Fabrikant Grünberg stellte den Harthaern den Park zur Verfügung. Zur Namensänderung kam es im Jahr 1916. Das Reinhardtsthal, einst ein eigenständiges Dorf auf dem Territorium der heutigen Goethe-, Annen und Karl-Marx-Straße, brannte am 23. Juli 1871 nahezu vollständig nieder. Der Park erhielt zum Andenken an das abgebrannte Reinhardtsthal den Namen des früheren Dorfes, das sonst völlig aus der Stadtgeschichte verschwunden wäre.

Von Stephanie Helm

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