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Harthaer Aufträge nur an Harthaer

Harthaer Aufträge nur an Harthaer

Ein Angebot aus Döbeln, eins aus Ostrau und eins aus Hartha. Am Ende geht der Zuschlag für den Trockenbau im Keller des Rathauses an die Firma aus Ostrau - und nicht nach Hartha - die Stadt, die den Auftrag vergibt.

Drei Jahre dauert die Rathaussanierung schon an. Spätestens 2013 sollen alle Bauarbeiten im Innenbereich abgeschlossen sein. Dann ist der Außenbereich des Verwaltungsgebäudes dran. Unter anderem soll der, hinter dem Haus liegende, Parkplatz gepflastert und begrünt werden.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Die Vergabe der Maßnahmen für die ausstehende Innensanierung des Rathauses war eines der Themen auf der Stadtratssitzung in dieser Woche.

 

Immer das gleiche Spiel: Der Preis und nicht etwa der Heimvorteil entscheidet. Am Donnerstagabend sorgt diese Praxis für kurzzeitige Diskussionen unter den versammelten Stadträten. Vertieft blättern die Anwesenden in den ausgeteilten Unterlagen. Der Keller und der Gang im Erdgeschoss müssen gefliest werden. Die alten Fenster mit Bleiverglasung im ersten Sitzungszimmer im Obergeschoss sollen modernisiert werden. Insgesamt sechs Aufträge sind zu vergeben. In vier Fällen haben sich Firmen aus Hartha beworben. Keine davon wird von der Stadtverwaltung präferiert. Lediglich die Arbeiten für die Bodenbelagsarbeiten gehen an einen Harthaer Betrieb, den einzigen Bewerber für diese Maßnahme.

"Warum bleibt das Geld nicht in Hartha?", fragt Renate Schröder von der Freien Wählergemeinschaft Hartha plötzlich hörbar empört. Wie die anderen Räte sah Schröder die Vorschläge der Stadtverwaltung zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal. Eine Vorberatung hatte es diesmal nicht gegeben, da die Angebotseröffnung erst in der Woche zuvor war und die Unterlagen noch nicht fertig.

Ronny Walter (CDU) schließt sich Schröders Einwurf an: "Warum geht der Zuschlag generell an das wirtschaftlichste und preisgünstigste Angebot?" - "Natürlich wäre es schöner, wenn das Geld in Hartha bliebe. Aber es bleibt immerhin in der näheren Region", merkt Christian Zimmermann an. Auch Christian Köhler, ebenfalls von der CDU-Fraktion, schaltet sich nun ein: "Das ist etwas, was wir nicht beeinflussen können."

Ab einer gewissen Auftragssumme schreibt die Stadt die notwendigen Maßnahmen öffentlich aus: "Jeder hat die Möglichkeit, ein Angebot abzugeben bis zum Abgabetermin", erklärt CDU-Fraktionschef Henry Görlitz. "Die beteiligten Bieter haben im Vorfeld nicht die Möglichkeit, die anderen eingehenden Angebote einzusehen", erläutert die Mitarbeiterin der Bauverwaltung Heike Wagner am Tag darauf. Bei der Submission werden die Angebote schließlich verlesen und anschließend vom beauftragten Planungsbüro geprüft. "Die Firmen kalkulieren die Angebote und entscheiden selbst, ob sie einen Nachlass gewähren oder nicht", so Wagner weiter. "Die Ursachen dafür, wo die Kosten liegen, können wir nicht abschätzen", sagt Henry Görlitz.

Letztlich werden alle Beschlussvorlagen der Verwaltung einstimmig angenommen und somit erteilt. Lediglich die Schlosserarbeiten stehen noch aus - für deren Ausschreibung hat es bisher keine Bewerbung gegeben. Auf Grund der relativ überschaubaren Summe von 3500 Euro hat die Stadt beschlossen, über diese Vergabe direkt zu entscheiden.

 

 

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❏ Die Bauhauptleistung, zu der unter anderem die Sanierung des Kellers mit neuem Fußbodenaufbau und Putzarbeiten gehört, wurde an den Maurerhandwerksbetrieb von Hans-Jürgen Ritschel aus Ostrau vergeben (für rund 36 000 Euro).

❏ Die Malerarbeiten wurden an die Waldheimer Firma Schell Maler GmbH vergeben (12 900 Euro).

❏ Um die Erneuerung der Fenster und die Tischlerarbeiten kümmert sich Ekkehard Landgraf aus Döbeln (25 000 Euro).

❏ Mit den Fliesenarbeiten wurde Jens Weinert aus Geringswalde beauftragt (13 800 Euro) .

❏ Der Harthaer Betrieb von Mike Wedel übernimmt die Bodenbelagsarbeiten (10 600 Euro).

❏ Die Fertigstellung der Elekrotechnik übernimmt die Firma Beyer und Lohs GmbH aus Frankenberg (38 200 Euro).

Katharina Schultz Standpunkt, Seite 15

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